Fragen & Antworten zur Jobsuche

Die Suche nach einer neuen Arbeit bedeutet für viele Menschen oft Unsicherheit. Wo soll ich suchen? Wie bewerbe ich mich? Welche Stelle passt überhaupt zu mir? Gerade jüngeren Jobsuchenden fehlt oft die Erfahrung und bei älteren Bewerbern ist die letzte Arbeitssuche vielleicht schon länger her. Sie sind dann mit den aktuellen Regeln für Bewerbungen und dem Jobmarkt nicht mehr vertraut. Wir haben wichtige Fragen und Antworten zur Jobsuche für Sie.

1. Wo finde ich Stellenanzeigen?

Heutzutage finden Sie die meisten Job-Annoncen online – kaum jemand mehr blättert in der Zeitung nach freien Stellen. In zahlreichen Online-Jobbörsen können Sie nach passenden Qualifikationen, Arbeitsort und anderen Aspekten filtern und die passenden Angebote finden. Auch durch Personalvermittler (wie APS Group) und Social Media können Sie fündig werden. Außerdem kann das AMS (Arbeitsmarktservice) Sie aktiv bei der Arbeitssuche unterstützen, es bietet unter anderem eine eigene Jobbörse.

2. Ich bin auf der Jobsuche und habe auch aktuell keine Arbeit. Kann mich jemand unterstützen?

Auch hier ist das AMS Ihre erste Anlaufstelle. Das Arbeitsmarktservice bietet nicht nur Hilfe bei der Jobsuche, sondern in vielen Fällen auch finanzielle Unterstützung. Außerdem finanziert es Aus- und Weiterbildungen. Mit diesen haben Sie für zukünftige Bewerbungen schnell einen Startvorteil gegenüber der Konkurrenz.

Ansonsten können Sie auch die Unterstützung von Personalvermittlungen in Anspruch nehmen, wir helfen Ihnen gerne.

3. Welchen Job soll ich überhaupt suchen? Was passt zu mir?

Den einen „perfekten“ Job zu finden, ist nicht leicht. Sie müssen einige Faktoren bedenken, um für sich zu erkennen, welche Arbeit zu Ihnen passt. Persönliche Interessen sind ganz wichtig: Was macht Ihnen Spaß? Was sind Ihre Hobbys? Entscheidend sind aber auch Ihre Fähigkeiten und Talente. Eine Arbeit ist für Sie viel erfüllender, wenn Sie darin auch wirklich gut sind. Zudem sind das Arbeitsumfeld und die Arbeitsbedingungen ein Faktor: Sympathische und hilfsbereite Chefs und Kollegen machen jeden Arbeitsplatz zu einem Wohlfühlort. Und gute Regelungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben kommen nicht nur Menschen mit Partner und Kindern zugute.

4. Frage: Was brauche ich alles für eine Bewerbung?

In der Regel erwarten Personalabteilungen zwei Dinge: einen Lebenslauf und ein Bewerbungsschreiben (auch genannt Motivationsschreiben oder Anschreiben). Je nach Position und Tätigkeit werden manchmal auch Ausbildungs- und Arbeitszeugnisse (von vorherigen Arbeitgebern) verlangt – lesen Sie hier genau das Stelleninserat, um nichts zu übersehen. Bewerbungsunterlagen müssen Sie übrigens nicht von Grund auf selbst basteln – Sie können einfach Vorlagen verwenden und anpassen. Alle Dokumente sollten im PDF-Format gesendet werden.

5. Was muss in meinem Lebenslauf enthalten sein?

Der Lebenslauf, oder kurz CV („Curriculum Vitae“) umfasst alle relevanten Informationen aus Ihrem Leben. Er sollte klar und übersichtlich sein – auf höchstens ein bis zwei Seiten. Der Fokus liegt auf den eigenen Qualifikationen und dem beruflichen Werdegang. Lassen Sie den Lebenslauf am besten von jemand anderem Korrektur lesen, denn Tipp- und Rechtschreibfehler machen keinen guten Eindruck. Noch ein Tipp: Achten Sie, dass Sie im Lebenslauf eine seriös wirkende E-Mail-Adresse angeben.

Mehr zum Lebenslauf erfahren Sie hier.

6. Brauche ich ein Bewerbungsfoto?

Arbeitgeber dürfen zwar nicht prinzipiell auf ein Foto bestehen, doch ein Porträtfoto des Bewerbers auf dem Lebenslauf ist in Österreich nach wie vor die Regel. Um Ihre Chancen zu verbessern sollten Sie also nicht darauf verzichten. Das Foto sollte aktuell sein und professionell wirken (gute Beleuchtung und Auflösung). Tragen Sie dafür ordentliche Kleidung und achten Sie auf ein freundliches Lächeln. Keinesfalls sind Schnappschüsse vom Urlaub zu verwenden. Fotos in Badekleidung am Strand oder Aufnahmen von der Grillparty mit Freunden sind ein Tabu.

7. Wie verfasse ich ein Bewerbungsschreiben?

Das Bewerbungsschreiben sollte dem Arbeitgeber zeigen, warum gerade Sie für die ausgeschriebene Stelle geeignet sind. Es darf nicht einfach eine Zusammenfassung Ihres Lebenslaufs sein. In ein paar wenigen Absätzen erklären Sie, warum Sie sich für den Job interessieren und motiviert sind, ein Teil des Teams zu werden. Es macht sich immer gut, auf die Firma direkt Bezug zu nehmen. Wenn Sie das Unternehmen oder seine Produkte schon kennen, können Sie das gerne erwähnen.

Wenn Sie sich für die Branche schon vorher interessierten, dann zeigen Sie das auch in Ihrem Bewerbungsschreiben. Auch wichtig: eine höfliche Anrede (wenn Sie den Namen der Person kennen, diesen auch einsetzen) und ein freundlicher Schlussteil, in dem Sie mitteilen, dass Sie sich über eine Einladung zum Gespräch freuen würden. Die händische Unterschrift (gescannt und als Grafik eingefügt) macht sich am Ende immer gut.

8. Wie bereite ich mich vor, wenn ich zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen werde?

Als erstes informieren Sie sich genau über die ausgeschriebene Stelle, über den Arbeitgeber und die Branche. Vieles lässt sich schnell im Internet finden. Wenn Sie gut vorbereitet sind, macht das beim Gesprächspartner einen guten Eindruck. Auch seriöse, ordentliche Kleidung sowie ein freundliches und höfliches Auftreten sind im Job-Interview wichtig. Und: Machen Sie sich auf jeden Fall rechtzeitig auf den Weg zum Ort des Gesprächs. Schnell kommt der Bus einmal zu spät oder Sie stecken im Stau. Pünktlichkeit wird aber von jedem Unternehmen geschätzt.

9. Gibt es eine „richtige“ Zeit für die Bewerbung, einen idealen Wochentag oder Uhrzeit?

Hier gilt erst einmal: am besten so schnell wie möglich. Doch auch wenn die Stellenanzeige schon einige Wochen alt ist, können Sie sich noch bewerben – es sei denn, es gibt eine Bewerbungsfrist. Idealerweise senden Sie Ihre Bewerbungsunterlagen an einem Werktag im Laufe des Vormittags. Das erhöht die Chance, das Interesse der Personalabteilung für Ihre Unterlagen zu wecken.

10. Soll ich einfach auf eine Antwort auf meine Bewerbung hoffen – oder darf ich auch nachtelefonieren?

Wenn Sie beim potenziellen Arbeitgeber nachfragen möchten, sollten Sie schon ein bis zwei Wochen warten. Danach können Sie durchaus mal per Telefon oder E-Mail-Kontakt aufnehmen und fragen, ob die Bewerbung angekommen ist. Setzen Sie sich auf der Jobsuche aber nicht selbst zu sehr unter Druck. Manchmal dauert es etwas länger, bis die eine Stelle gefunden ist, die wirklich zu Ihnen passt.

Fragen & Antworten

Wo finde ich aktuelle Stellenanzeigen in Österreich?

Die meisten Stellenanzeigen finden Sie heute auf Online-Jobbörsen oder dem AMS-Jobportal. Auch Personalvermittlungen wie die APS Group veröffentlichen laufend offene Stellen und können Sie gezielt vermitteln.

Was gehört in eine vollständige Bewerbung?

Eine vollständige Bewerbung besteht in der Regel aus einem Lebenslauf und einem Bewerbungsschreiben, beide im PDF-Format. Je nach Stelle werden zusätzlich Ausbildungs- und Arbeitszeugnisse verlangt – lesen Sie das Stelleninserat daher genau.

Wie lang sollte ein Lebenslauf sein?

Ein Lebenslauf sollte klar und übersichtlich auf maximal ein bis zwei Seiten zusammengefasst sein. Der Fokus liegt auf dem beruflichen Werdegang und den relevanten Qualifikationen für die angestrebte Stelle.

Brauche ich ein Bewerbungsfoto in Österreich?

Ein Bewerbungsfoto ist in Österreich zwar nicht verpflichtend, aber nach wie vor üblich und empfehlenswert. Das Foto sollte aktuell, professionell und freundlich wirken – Schnappschüsse oder Urlaubsfotos sind ungeeignet.

Was ist der Unterschied zwischen Lebenslauf und Bewerbungsschreiben?

Der Lebenslauf listet Ihren beruflichen und schulischen Werdegang strukturiert auf. Das Bewerbungsschreiben erklärt dagegen, warum Sie sich für genau diese Stelle interessieren und was Sie für das Unternehmen mitbringen – es ist keine Zusammenfassung des Lebenslaufs.

Kann ich mich auch bewerben, wenn keine Stelle ausgeschrieben ist?

Ja, eine Initiativbewerbung ist besonders im Facharbeiterbereich ein effektiver Weg. Viele Unternehmen nehmen Initiativbewerbungen gerne entgegen und melden sich, sobald eine passende Stelle frei wird.

Wie bereite ich mich auf ein Vorstellungsgespräch vor?

Informieren Sie sich vorab über das Unternehmen, die ausgeschriebene Stelle und die Branche. Achten Sie auf seriöse Kleidung, pünktliches Erscheinen und ein freundliches Auftreten – das hinterlässt einen bleibenden ersten Eindruck.

Wann ist der beste Zeitpunkt, eine Bewerbung abzuschicken?

Grundsätzlich gilt: so schnell wie möglich, nachdem Sie eine interessante Stelle gefunden haben. Werktags am Vormittag verschickte Bewerbungen haben erfahrungsgemäß eine etwas höhere Chance, zeitnah gelesen zu werden.

Darf ich beim Arbeitgeber nachfragen, ob meine Bewerbung angekommen ist?

Ja, wenn Sie nach ein bis zwei Wochen noch keine Rückmeldung erhalten haben, können Sie höflich per Telefon oder E-Mail nachfragen. Das zeigt Interesse und Eigeninitiative, sollte aber nicht zu früh und nicht zu häufig erfolgen.

Kann mich das AMS bei der Jobsuche unterstützen?

Ja, das AMS bietet neben einer eigenen Jobbörse auch aktive Beratung, Bewerbungscoaching und in vielen Fällen Förderungen für Aus- und Weiterbildungen an. Melden Sie sich beim AMS so früh wie möglich, um alle verfügbaren Unterstützungsangebote nutzen zu können.

Bewerben als Berufseinsteiger

Nicht jeder kann bereits Berufserfahrung mitbringen, irgendwann startet jede Berufslaufbahn einmal. Wer noch keine Arbeitserfahrung hat, sollte sich in der Bewerbung auf seine persönlichen Stärken, Ausbildungsinhalte und Interessen konzentrieren. Wir zeigen Ihnen auf was Sie beim Bewerben als Berufseinsteiger achten müssen.

Lehrlinge

Wer sich als Lehrling bewirbt, bringt in der Regel keine Berufserfahrung mit. Hier ist es bei der Bewerbung besonders wichtig, zu erwähnen, wieso man sich für den jeweiligen Lehrberuf entschieden hat und wieso man diesen gerade in dem ausgewählten Unternehmen erlernen möchte. Zusätzlich punkten Sie mit persönlichen Stärken und Interessen, die sich mit den Aufgaben des Lehrberufes decken oder dabei gut eingesetzt werden können.

Absolventen

Absolventen einer Uni oder FH punkten in der Bewerbung vor allem mit den Lehrinhalten ihres Studiums. Streichen Sie besonders jene hervor, die bei der ausgeschriebenen Stelle gut zum Einsatz kommen können bzw. im Stelleninserat ohnehin gefordert werden. Bedenken Sie, dass auch ein Praktikum oder eine Ferialpraxis als Berufserfahrung zählt und auf jeden Fall im Lebenslauf angeführt werden sollte.

Bewerben als Berufseinsteiger mit Schulabschluss (Matura)

Auch die Matura ist für viele der Zeitpunkt, ins Berufsleben einzusteigen. Hier gilt es für Bewerber, etwaige Ferialpraxis im Lebenslauf anzugeben, sowie persönliche Stärken und Interessen in die Bewerbung mit aufzunehmen. Besonders wichtig im Bewerbungsschreiben ist es jedoch, zu begründen, wieso man sich für das Unternehmen und die ausgeschriebene Stelle interessiert.

Ehrenamt und außerschulische Aktivitäten

Auch außerschulische Aktivitäten wie Ehrenamt, Vereinsarbeit oder die Übernahme von Verantwortung in einer Jugendgruppe sind wertvolle Ergänzungen im Lebenslauf. Sie zeigen Arbeitgebern, dass Sie zuverlässig, engagiert und teamfähig sind, Eigenschaften, die in nahezu jedem Beruf gefragt sind.

Abgebrochene Ausbildung

Keine Angst bei abgebrochener Ausbildung auf dem Jobmarkt – das deutet lediglich darauf hin, dass diese Ausbildungsrichtung nicht der richtige Weg für Sie war. Sie können dies gerne auch im Bewerbungsschreiben thematisieren.

Aber Achtung: Versuchen Sie nicht, sich zurechtfertigen, das kommt bei Unternehmen nicht so gut an. Formulieren Sie stattdessen positiv, welche neue Richtung sie nun einschlagen wollen und wo ihre Stärken und Interessen dafür liegen. Wenn Sie dies dann auch noch mit den Anforderungen des Unternehmens verknüpfen, ist die Bewerbung auf jeden Fall gelungen.

Zeitarbeit als Sprungbrett für Berufseinsteiger

Wer noch wenig Berufserfahrung hat, kann über Zeitarbeit schnell und unkompliziert erste Erfahrungen sammeln. Zeitarbeitseinsätze zählen als vollwertige Berufserfahrung im Lebenslauf, der Einstieg gelingt oft ohne langen Bewerbungsprozess und Sie lernen verschiedene Unternehmen und Branchen kennen. Für Berufseinsteiger ist Zeitarbeit damit nicht nur eine Überbrückung, sondern oft der direkteste Weg in eine Festanstellung.

Das Vorstellungsgespräch als Berufseinsteiger

Fehlende Berufserfahrung ist im Vorstellungsgespräch kein Grund zur Entschuldigung. Stehen Sie selbstbewusst zu Ihrer Situation und konzentrieren Sie sich auf das, was Sie mitbringen: Lernbereitschaft, Motivation und Ihre persönlichen Stärken. Bereiten Sie sich auf typische Fragen vor, etwa warum Sie sich für diesen Beruf oder dieses Unternehmen entschieden haben, und bringen Sie konkrete Beispiele aus Schule, Praktika oder Freizeitaktivitäten. Zeigen Sie, dass Sie wissen, was Sie wollen, das hinterlässt auch ohne langen Lebenslauf einen bleibenden Eindruck.

Fazit: Eine Bewerbung als Berufseinsteiger ohne Erfahrung ist möglich

Auch wenn die meisten Unternehmen nach Berufserfahrung verlangen, gibt es auch andere Möglichkeiten, einen Fuß in die Tür zu bekommen. Wer private oder persönliche Erfahrungen mit den ausgeschriebenen Jobanforderungen in Einklang bringen kann und zeigt, dass er zuverlässig, ordentlich und loyal arbeitet, hat auf jeden Fall gute Karten – auch wenn der Lebenslauf noch auf einer Seite Platz hat.

Fragen und Antworten

Kann ich mich bewerben, wenn ich noch keine Berufserfahrung habe?

Ja, fehlende Berufserfahrung ist kein Ausschlusskriterium, besonders als Berufseinsteiger. Entscheidend ist, dass Sie Ihre persönlichen Stärken, Ausbildungsinhalte und Motivation überzeugend vermitteln.

Was schreibe ich in den Lebenslauf, wenn ich noch keine Berufserfahrung habe?

Neben Ausbildung und Schulabschluss können Praktika, Ferialpraxis, Ehrenamt, Vereinsarbeit und außerschulische Aktivitäten den Lebenslauf sinnvoll ergänzen. Auch Sprachkenntnisse, digitale Fähigkeiten und Hobbys mit Berufsbezug sind wertvolle Ergänzungen.

Zählt ein Praktikum als Berufserfahrung?

Ja, Praktika und Ferialpraxis gelten als Berufserfahrung und sollten im Lebenslauf unbedingt angeführt werden. Je konkreter Sie die dabei übernommenen Aufgaben beschreiben, desto besser.

Wie erkläre ich eine abgebrochene Ausbildung in der Bewerbung?

Erwähnen Sie den Abbruch sachlich und positiv. Erklären Sie, was Sie daraus gelernt haben und welche neue Richtung Sie nun einschlagen möchten. Vermeiden Sie Rechtfertigungen und konzentrieren Sie sich darauf, warum der neue Weg besser zu Ihnen passt.

Was soll ich im Bewerbungsschreiben betonen, wenn ich Lehrling bin?

Erklären Sie, warum Sie sich für genau diesen Lehrberuf entschieden haben und warum Sie ihn in diesem Unternehmen erlernen möchten. Persönliche Stärken und Interessen, die zur Stelle passen, sind hier besonders wichtig.

Wie lang sollte der Lebenslauf als Berufseinsteiger sein?

Eine Seite reicht vollkommen aus. Als Berufseinsteiger ist ein kompakter, übersichtlicher Lebenslauf besser als ein künstlich verlängerter. Qualität und Klarheit zählen mehr als Länge.

Hilft Zeitarbeit beim Berufseinstieg?

Ja, Zeitarbeit ist ein effektiver Weg, um schnell erste Berufserfahrung zu sammeln. Sie lernen verschiedene Unternehmen und Branchen kennen, und viele Einsätze münden direkt in eine Festanstellung.

Wie gehe ich im Vorstellungsgespräch mit fehlender Erfahrung um?

Stehen Sie selbstbewusst zu Ihrer Situation und konzentrieren Sie sich auf das, was Sie mitbringen: Lernbereitschaft, Motivation und persönliche Stärken. Bereiten Sie konkrete Beispiele aus Schule, Praktika oder Freizeitaktivitäten vor, die Ihre Eignung für die Stelle zeigen.

Lohnt sich Ehrenamt für den Lebenslauf als Berufseinsteiger?

Ja, ehrenamtliches Engagement zeigt Arbeitgebern, dass Sie zuverlässig, engagiert und teamfähig sind. Diese Eigenschaften sind in nahezu jedem Beruf gefragt und können fehlende Berufserfahrung teilweise ausgleichen.

Welche Fehler sollte ich als Berufseinsteiger in der Bewerbung vermeiden?

Die häufigsten Fehler sind eine zu allgemeine Bewerbung ohne Bezug zur Stelle, Rechtschreibfehler und das Verschweigen von Praktika oder außerschulischen Aktivitäten. Auch übertriebene Bescheidenheit schadet. Stehen Sie selbstbewusst zu dem, was Sie mitbringen.

Start im neuen Job

Neuer Job – neues Glück! Damit Sie mit vollem Tatendrang, Interesse und Elan in Ihre neue Herausforderung starten können, haben wir die wichtigsten Tipps für Sie zusammengestellt. So gewinnen Sie gleich am ersten Tag alle Sympathien und haben einen erfolgreichen Start im neuen Job.

Unternehmensinfos auffrischen

Manchmal vergeht viel Zeit zwischen Jobzusage und dem ersten Tag am Arbeitsplatz. Für einen erfolgreichen Start im neuen Job nutzen Sie diese Zeit, um sich über Ihren künftigen Arbeitgeber schlau zu machen. Stöbern Sie auf der Homepage, lesen Sie aktuelle Nachrichten und verfolgen Sie auf Social Media, wie Ihr Arbeitgeber auftritt. Das gibt Ihnen auch schon einen ersten Einblick in die Unternehmenskultur, und Sie können sich an Ihrem ersten Tag gleich gut integrieren. 

Anreise vorbereiten

Wie in der Schule gilt auch hier: Überlegen Sie, wie lange die Anreise zu Ihrem Arbeitsplatz dauern wird, und planen Sie entsprechend. Am ersten Arbeitstag sollten Sie auf jeden Fall pünktlich kommen, noch besser ein paar Minuten vor der Zeit. Recherchieren Sie Adresse und welche Verkehrsmittel Sie nehmen müssen. Wenn Sie mit dem Auto fahren, planen Sie Pufferzeiten für eventuelle Staus und die Parkplatzsuche mit ein. 

Begrüßung & Kennenlernen

Am ersten Tag gibt es die große Vorstellungsrunde. Stellen Sie sich darauf ein und halten Sie ein Lächeln und einen festen Händedruck bereit. Sie werden sich nicht alle Namen sofort merken, aber das erwartet auch keiner von Ihnen – die ersten Tage dienen eher zum gegenseitigen Beschnuppern und Kennenlernen. Wichtig ist, dass Sie einen sympathischen Eindruck hinterlassen – präsentieren Sie sich also zumindest in den ersten Tagen von Ihrer besten Seite.

Mut zur Neugierde

Niemand startet allwissend in einen neuen Job – noch weniger, wenn Sie in einem neuen Berufsfeld oder in einer neuen Branche Fuß fassen. Nutzen Sie Ihren Status als neuer Mitarbeiter und erfragen Sie alles, was noch unklar ist: Organisatorisches wie Zugänge, Stempelkarten, Arbeitskleidung und Co. oder auch inhaltliche Fragen zu Ihrem speziellen Aufgabengebiet. Notieren Sie die wichtigsten Punkte und fragen Sie nach, wenn Sie etwas nicht verstehen – gerade am ersten Tag wird man sich besonders um Ihr gutes Onboarding im neuen Team kümmern. 

Pausen

Was wäre der Arbeitsalltag ohne Pausen. Zeigen Sie sich jedoch nicht zu interessiert an Arbeitsunterbrechungen – schließlich hat man Sie eingestellt, um gute Arbeit zu leisten. Dennoch können Sie sich gerne anschließen, wenn Kollegen Sie zum Mittagessen mitnehmen oder gemeinsam einen Kaffee trinken möchten. Nutzen Sie diese Gelegenheiten, um soziale Beziehungen am Arbeitsplatz aufzubauen und informell offene Fragen zu klären. 

Feierabend

Geschafft – endlich ist der erste Tag vorbei! Beenden Sie Ihren ersten Tag mit dem gleichen guten Eindruck, mit dem Sie gestartet sind. Seien Sie nicht der erste, der vor Feierabendfreude aufspringt und rausläuft. Fragen Sie, ob es noch etwas zu erledigen gibt und verabschieden Sie sich von Ihren Kollegen bevor Sie gehen.

Der perfekte Sommerjob

Geld verdienen, Erfahrung sammeln und Branchenkontakte knüpfen. Ein Sommerjob, auch Ferialjob genannt, eignet sich zu mehr als der bloßen Überbrückung der langen Sommermonate. Vielmehr können Interessierte hier einen ersten Blick in interessante Branchen werfen und Berufe kennenlernen, die vielleicht auch später für eine Vollzeitstelle interessant sind. Der perfekte Sommerjob – hier erfahren Sie alles, was Sie dazu wissen müssen.

Gute Chancen für einen Sommerjob in der Gastronomie

Besonders viele Ferien- und Nebenjobs finden sich aktuell im Einzelhandel, in der Hotellerie und im Gastgewerbe. Aber auch in der Industrie, im Lager und im Bauwesen. Vor allem in der Gastronomie ist man im Moment händeringend auf der Suche nach Fachkräften. Aufgrund der Corona-Pandemie und den damit einhergehenden Lockdowns haben viele Mitarbeiter die Branche gewechselt, viele Stellen sind damit unbesetzt. Wer also gerne als Koch, Barkeeper oder Kellner arbeitet, hat aktuell beste Chancen, schnell einen Job zu finden. Auch kurzfristig oder als Quereinsteiger. 

Baustellensaison: Gut für Zeitarbeiter

Im Sommer hat auch die Baubranche Hochkonjunktur: Wer schnell einen Job braucht und gern im Freien arbeitet, wird hier schnell fündig. Gesucht werden neben gut ausgebildeten Fachkräften wie Betonbauern oder Trockenbauern auch ungelernte Arbeiter oder Quereinsteiger ohne große Ausbildung. Ideal eignet sich die Arbeit auf der Baustelle auch für Zeitarbeiter: Ist das Bauprojekt abgeschlossen, können sie mit Unterstützung des Arbeitgebers rasch einen neuen Job finden.

Logistiker aufgepasst

Neben der Baubranche sucht insbesondere die Handelsbranche momentan händeringend nach Personal, sogar mehr als vor dem Ausbruch der Corona-Krise. Supermärkte wie Spar, Billa oder andere sind immer auf der Suche nach Packhilfen und Regalbetreuer. All diese Tätigkeiten kann man auch als Neu- oder Quereinsteiger ohne große Vorkenntnisse ausüben und entkommt durch die Klimaanlage im Supermarkt der großen Sommerhitze. Als Lagermitarbeiter ist körperliche Fitness allerdings Pflicht – schließlich gilt es, zum Teil sehr schwere Packstücke von einem Ort zum anderen zu transportieren. Auch Deutschkenntnisse sind wichtig, um sich mit Kollegen verständigen zu können.

Arbeiten im Hotel

Gerade in der Ferienzeit werden auch im Tourismus immer Fachkräfte mit oder ohne große Vorerfahrung gesucht. Der Reiseverkehr zieht wieder an, es braucht also Fachkräfte, die Gäste empfangen, bewirten und beherbergen können. Quer durch das ganze Land suchen Hotels, Restaurants und Bars Mitarbeiter, die dort arbeiten, wo andere Urlaub machen. So kommen Sie täglich mit Menschen aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen in Kontakt und können Ihre Dienstleistungen und Gastfreundschaft nutzen, um Ihren Gästen eine unvergessliche Zeit in einem Hotel oder Restaurant zu bereiten. 

IT-Fachkräfte dringend gesucht

Nicht zuletzt haben jetzt all diejenigen gute Chancen, rasch einen Sommerjob zu finden, die fit in digitalen Anwendungen sind. Schon seit Jahren herrscht in Österreich im IT-Bereich eine hohe Nachfrage, die kaum befriedigt werden kann. Ob Systemadministratoren, IT-Sicherheitskräfte oder in der Softwareentwicklung, digitale Profis haben jetzt die besten Karten und können sich ihren Arbeitgeber aussuchen.

So bewerben Sie sich für den Sommerjob

Wie bei anderen Bewerbungen auch ist für Saisonjobs ist eine korrekte und fehlerfreie Bewerbung wichtig. Achten Sie auf Rechtschreibfehler und passen Sie Lebenslauf und Anschreiben an die jeweilige Stellenausschreibung an. Auch wenn dringend Personal gesucht wird, möchten Arbeitgeber gerne wissen, woran sie sind – und warum Sie besonders gut für den ausgeschriebenen Job geeignet sind.

Gehalt und Rechte im Sommerjob

Anders als manche meinen, gelten für Ferienarbeiter die gleichen arbeitsrechtlichen Regeln. Ferienarbeit muss mindestens kollektivvertraglich vergütet werden. Ist dies in einer bestimmten Branche nicht der Fall, gilt der lokale Lohn als Mindestlohn – 700 bis 1000 Euro pro Monat sollten das mindestens sein. Ob Sie auch noch einen Teil Ihres Weihnachts- oder Urlaubsgeldes erhalten, hängt vom geltenden Tarifvertrag ab.

Zeitarbeit ideal für Sommerjobs

Ideal für einen Sommerjob eignet sich übrigens das Modell der Zeitarbeit. Nicht nur können erfahrene Arbeitsvermittler wie APS Group bei der Suche nach einem befristeten Job helfen, sie sind auch nach Ende des Beschäftigungsverhältnisses für einen da und unterstützen bei Weiterbildung und der weiteren Jobsuche. Außerdem kümmert sich der Arbeitsvermittler um alle rechtlichen Details und die Verträge.

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