So meistern Sie Ihr Telefoninterview

In der heutigen digitalen und remote-orientierten Arbeitswelt sind Telefoninterviews für Recruiter eine schnelle und kostengünstige Methode, um Bewerber genauer zu prüfen. Auch andere digitale Alternativen wie Videointerviews oder AI-gestützte Gesprächsanalysen finden immer häufiger Anwendung. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie achten müssen, um im Telefon-, Video- oder AI-gestützten Interview zu überzeugen, welche Tipps Ihnen helfen können und welche fünf typischen Fehler Sie unbedingt vermeiden sollten.
Warum Telefoninterview statt Vorstellungsgespräch?
Ein Telefoninterview ist eine wunderbare Möglichkeit, Bewerber schnell, kostengünstig und ohne lange Anfahrtswege näher kennenzulernen. Zumeist ersetzt ein Telefoninterview jedoch kein Vorstellungsgespräch, sondern dient als dessen Vorstufe, um einzuschätzen, welche Kandidaten tatsächlich zu einem persönlichen Gespräch eingeladen werden sollten.
In der heutigen digitalen Arbeitswelt gewinnen auch neue Technologien und Trends im Recruiting zunehmend an Bedeutung. Nicht zuletzt hat auch die Corona-Pandemie zu einer vermehrten Nutzung von VoIP-Diensten wie Microsoft Teams oder Zoom sowie AI-gestützten Interviewplattformen beigetragen. Diese Tools ermöglichen es, Interviews ortsunabhängig durchzuführen und sorgen für eine reibungslose und zeitsparende Kommunikation. Sowohl Recruiter als auch Bewerber profitieren von dieser Flexibilität, da Interviews schneller und oft unkomplizierter angesetzt und durchgeführt werden können.
Wann findet das Telefoninterview statt?
Es kann vorkommen, dass Sie unangekündigt einen Anruf aus der Personalabteilung bekommen, weil der Recruiter einige Fragen zu Ihrem Lebenslauf hat. In der heutigen digitalen Arbeitswelt kann dies auch ein spontaner Videoanruf sein. Dies ist jedoch eher selten der Fall. Normalerweise erhalten Sie per Mail einen Terminvorschlag für das Telefon- oder Videointerview. So können Sie sich in Ruhe auf das Gespräch vorbereiten und sicherstellen, dass Sie für beide Varianten, sei es ein klassisches Telefonat oder ein Videotelefonat, bereit sind.
Sollte es doch zu einem spontanen Anruf oder Videoanruf durch einen Recruiter kommen, ist es wichtig, ruhig zu bleiben und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Halten Sie Ihre Technik stets einsatzbereit, indem Sie gängige Videokonferenz-Apps installiert und getestet haben. Sorgen Sie für eine aufgeräumte, ruhige Arbeitsumgebung und kleiden Sie sich auch zu Hause professionell. Haben Sie Ihren Lebenslauf griffbereit und bleiben Sie ruhig, wenn ein unerwarteter Anruf kommt. Es ist in Ordnung, höflich um einen späteren Termin zu bitten, wenn Sie gerade nicht bereit sind.
Wie lange dauert ein Telefoninterview?
Die Dauer eines Telefoninterviews kann stark variieren, von kurzen 20-minütigen Gesprächen bis hin zu ausführlichen Interviews von einer Stunde oder länger. Während traditionelle Telefoninterviews oft kürzer und prägnanter sind, können moderne Video- oder AI-gestützte Interviews deutlich länger dauern und tiefgehendere Fragen beinhalten. Daher ist es wichtig, sich auf beide Szenarien vorzubereiten.
Bei kürzeren Interviews sollten Sie Ihre Antworten prägnant und fokussiert gestalten, um die wichtigsten Punkte schnell und effektiv zu vermitteln. Für längere, detailliertere Gespräche sollten Sie sich darauf einstellen, komplexere Themen zu besprechen und zusätzliche Beispiele oder Anekdoten aus Ihrer Berufserfahrung bereitzuhalten. Fragen Sie bei der Terminvereinbarung nach der voraussichtlichen Dauer des Interviews, um Ihre Vorbereitung besser planen und einschätzen zu können, welche Art von Fragen Sie erwarten können.
Wird man bei einem Telefoninterview angerufen?
Normalerweise gilt: Wer ein Telefoninterview vorschlägt, ruft an. Das bedeutet, dass Sie, wenn nicht explizit anders vereinbart, vom Recruiter angerufen werden. In der heutigen Zeit werden jedoch immer häufiger Video- und Online-Interviewplattformen genutzt, bei denen es wichtig ist, sich technisch vorzubereiten. Stellen Sie sicher, dass Ihre Internetverbindung stabil ist, und testen Sie Ihre Kamera, Ihr Mikrofon sowie die jeweilige Plattform im Voraus, um technische Probleme zu vermeiden. Bereiten Sie sich außerdem auf die spezielle Dynamik eines Video- oder Online-Interviews vor, indem Sie einen professionellen, ruhigen Hintergrund wählen und eine angemessene Beleuchtung sicherstellen. Auch bei diesen Plattformen gilt: Fragen Sie im Voraus nach, wie das Gespräch ablaufen wird und ob es Besonderheiten gibt, auf die Sie achten sollten.
Telefoninterview: Vorteile und Nachteile
Ein Telefoninterview kostet wenig, erspart Bewerbern lange Anfahrtswege und gibt den Personalern einen ersten Eindruck der Bewerber. Für Bewerber kann ein solches Interview aber auch stressiger sein als ein persönliches Gespräch, da Blickkontakt und nonverbale Kommunikation fehlen. Mit der zunehmenden Nutzung von Videointerviews und AI-gestützten Interviews kommen außerdem neue Vor- und Nachteile hinzu. Diese modernen Interviewformen bieten zwar noch mehr Flexibilität und Effizienz, können aber auch zusätzliche technische Herausforderungen mit sich bringen. Bei virtuellen Interviews ist es zudem entscheidend, eine stabile Internetverbindung und funktionierende Technik sicherzustellen, um Unterbrechungen zu vermeiden. Die Vorbereitung auf technische Aspekte wie Kamera- und Mikrofoneinstellungen ist ebenso wichtig wie die inhaltliche Vorbereitung, um einen professionellen und reibungslosen Ablauf sicherzustellen.
Die perfekte Vorbereitung für das telefonische Interview
Auch wenn Sie vor einem Telefoninterview sehr nervös sind, mit der richtigen Vorbereitung klappt das Gespräch bestimmt. Folgende Tipps sollten Sie beherzigen:
- Sammeln Sie Informationen über Ihren Gesprächspartner.
- Üben Sie das Gespräch und spielen Sie die Situation durch.
- Legen Sie sich Antworten auf die typischen Standardfragen zurecht.
- Sorgen Sie für einen ruhigen Ort, an dem Sie ungestört telefonieren können.
- Achten Sie darauf, Empfang zu haben.
- Stellen Sie ein Glas Wasser bereit.
- Ziehen Sie sich an, als würde der Personaler Sie tatsächlich sehen. Dies wirkt sich positiv auf Ihre Art zu sprechen aus.
Besonderheiten bei Video- und Online-Interviews
- Testen Sie Ihre Internetverbindung, Kamera und Mikrofon vorab, um sicherzustellen, dass alles reibungslos funktioniert.
- Wählen Sie einen ruhigen Raum und informieren Sie Mitbewohner oder Familie, dass Sie nicht gestört werden möchten.
- Achten Sie darauf, dass Ihr Gesicht gut ausgeleuchtet ist. Positionieren Sie die Kamera auf Augenhöhe, um einen professionellen Eindruck zu hinterlassen.
- Bleiben Sie ruhig, falls technische Schwierigkeiten auftreten, und informieren Sie den Recruiter höflich, wenn eine Wiederverbindung notwendig ist.
Durch die Stimme überzeugen: das Besondere am Telefoninterview
Das Telefoninterview ist dadurch gekennzeichnet, dass Mimik und Gestik wegfallen. Was bleibt, ist die Stimme. Es ist somit wichtig, dass Sie ruhig und deutlich sprechen. Achten Sie auf eine lebhafte Sprache und vermeiden Sie allzu viele „ääähhhmmms“. Noch ein Tipp: Lächeln Sie während des Gesprächs. Denn auch wenn Ihr Telefonpartner das Lächeln nicht sieht, klingt Ihre Stimme automatisch freundlicher.
Bei Videointerviews hingegen spielen Mimik, Gestik und Körpersprache eine wichtige Rolle. Achten Sie darauf, regelmäßig Augenkontakt mit der Kamera zu halten, um ein Gefühl von Präsenz und Engagement zu vermitteln. Ihre Körpersprache sollte offen und positiv sein, um einen guten Eindruck zu hinterlassen.
Unabhängig von der Interviewform ist Klarheit und Präzision in der Sprache entscheidend. Formulieren Sie Ihre Antworten klar und vermeiden Sie zu lange Pausen, um Unsicherheiten zu vermeiden und professionell zu wirken.
Ablauf eines Telefoninterviews
Stellen Sie sich das Telefoninterview, Videointerview oder AI-gestützte Interview ruhig wie ein richtiges Vorstellungsgespräch vor.
Begrüßung
Der Personaler wird sich und sein Unternehmen kurz vorstellen. Dann stellen Sie sich vor. Fassen Sie dazu Ihren Lebenslauf prägnant zusammen und heben Sie die Kompetenzen, die für die ausgeschriebene Stelle erforderlich sind, hervor.
Typische Fragen beim Telefoninterview
Es gilt herauszufinden, ob Sie die richtige Wahl für den Posten sind. Deswegen sollten Sie mit typischen Fragen rechnen, die Sie auch in einem normalen Bewerbungsgespräch erwarten. Dazu gehören: Fragen zur Person, zum Lebenslauf, der Motivation, dem bisherigen Job und der Einstellung zum Unternehmen. Aber auch knifflige Fragen wie etwa „Was können Ihre zukünftigen Kollegen von Ihnen lernen?“ oder „Wie würden Sie die ersten drei Monate in Ihrem Job gestalten?“ sollten Sie im Telefoninterview erwarten.
Fragen zu New Work Themen
Mit den modernen Anforderungen und Trends im Jobmarkt werden jedoch auch neue Fragen immer relevanter. Sie könnten beispielsweise gefragt werden, wie Sie sich in einer remote Arbeitsumgebung organisieren, welche digitalen Tools Sie bevorzugen oder wie Sie sich in einem dynamischen, technologiegetriebenen Umfeld anpassen. Bei virtuellen Interviews ist es wichtig, präzise und klar auf diese Fragen zu antworten, da Mimik und Gestik weniger wirken als bei einem persönlichen Gespräch.
Besonderheiten der Fragen beim AI-gestützten Interview
Auch AI-gestützte Interviews, die immer häufiger eingesetzt werden, können spezifische, algorithmisch generierte Fragen beinhalten. Um sich darauf vorzubereiten, sollten Sie sich mit häufigen AI-generierten Fragen vertraut machen und üben, auf den Punkt zu antworten. Diese Systeme analysieren oft nicht nur den Inhalt Ihrer Antworten, sondern auch Ihre Sprechweise und Reaktionszeit, weshalb Klarheit, Präzision und eine ruhige Kommunikation entscheidend sind.
Gegenfragen: Was ist erlaubt?
Natürlich haben Sie auch bei einem Telefoninterview die Möglichkeit Rückfragen zu stellen. Nutzen Sie diese Gelegenheit, denn dies zeugt von Interesse und erweckt einen guten Eindruck. Klopfen Sie die Stellenanzeige auf mögliche Fragen ab, fragen Sie nach Ihren zukünftigen Kollegen und wie das Klima im Unternehmen ist.
Diese Wichtigkeit gilt ebenso für Video- und AI-gestützte Interviews. Bei virtuellen Interviews sollten Sie ebenfalls aktiv Rückfragen stellen, um Ihr Engagement und Ihre Neugier zu zeigen. Fragen Sie gezielt nach der digitalen Kultur des Unternehmens, wie es mit Remote-Arbeitsbedingungen umgeht und welche Technologien und Tools zur Zusammenarbeit genutzt werden.
Es kann auch hilfreich sein, sich zu erkundigen, wie das Unternehmen die virtuelle Kommunikation und Teamarbeit organisiert und welche Maßnahmen zur Unterstützung von Homeoffice-Mitarbeitern getroffen werden. Solche Fragen zeigen, dass Sie sich mit der Arbeitsumgebung auseinandergesetzt haben und bereit sind, sich in die bestehende digitale Struktur einzufügen.
Gehaltsdiskussionen am Telefon?
Bei einem Telefoninterview werden auch organisatorische Fragen wie das Eintrittsdatum und das Gehalt angesprochen. Fragt Sie der Personaler nach Ihren Gehaltsvorstellungen, dürfen Sie diese also ruhig nennen. In den meisten Fällen ist das Telefoninterview jedoch nur der erste Schritt, auf den dann ein Face-to-Face-Bewerbungsgespräch folgt. In diesem Fall ist es besser, die Gehaltsverhandlung auf dieses zweite Bewerbungsgespräch zu verlegen. Denn es wäre ja wirklich zu schade, wenn Sie aufgrund der Gehaltsdiskussion zu keinem weiteren Gespräch mehr eingeladen werden würden.
Bei AI-gestützten Interviews wird die Gehaltsdiskussion häufig auf spätere Phasen des Bewerbungsprozesses verschoben. Diese Systeme konzentrieren sich zunächst auf Ihre Qualifikationen und Ihre Eignung für die Position. Auch wenn Ihnen im Verlauf des Prozesses Fragen zum Gehalt gestellt werden, kann es strategisch klug sein, diese auf ein späteres, persönliches Gespräch zu verschieben, um sich nicht vorzeitig zu limitieren und alle Möglichkeiten offen zu halten.
Verabschiedung und wie geht es weiter?
An diesem Punkt wird Ihnen der Personaler erklären, wie das weitere Vorgehen ist, beispielsweise könnten Sie zu einem Bewerbungsgespräch vor Ort eingeladen werden oder in einer Woche einen Rückruf erwarten. Nach einem Telefoninterview, Video- oder AI-gestützten Interview gibt es spezifische nächste Schritte:
- Telefoninterview: Hierbei wird oft ein persönliches Gespräch oder ein detaillierteres Interview per Video geplant. Halten Sie Ausschau nach einer Bestätigung per E-Mail und einem Terminvorschlag für das nächste Gespräch.
- Videointerview: Nach einem Videointerview könnte der nächste Schritt eine weitere virtuelle Runde oder ein persönliches Interview sein. Achten Sie auf Follow-up-E-Mails oder Anrufe zur Bestätigung des nächsten Termins.
- AI-gestütztes Interview: Bei AI-gestützten Interviews kann der Prozess variieren. Manchmal erhalten Sie direkt eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch, oder Sie werden über das Ergebnis Ihrer Bewerbung informiert, bevor weitere Schritte eingeleitet werden.
Typische Fehler im Telefoninterview
Bei aller Aufregung, diese Fehler sollten Sie im Telefoninterview tunlichst vermeiden!
Den Gesprächspartner unterbrechen
Dem Personaler ins Wort zu fallen ist mehr als unhöflich. Lassen Sie Ihren Gesprächspartner unbedingt ausreden. Das ist – wenn man sehr nervös ist – nicht immer einfach, aber ein absolutes Muss bei einem Telefoninterview.
Das Unternehmen meldet sich nicht
Nanu? Wo bleibt denn der versprochene Anruf? Wenn Sie einige Zeit gewartet haben, können Sie dem Recruiter eine Mail schreiben oder selbst im Unternehmen anrufen. Vielleicht hat der Recruiter im Stress den Termin vergessen. Daher rufen Sie unbedingt an oder schreiben Sie eine Mail, denn so zeigen Sie, dass Sie den Termin nicht vergessen haben.
Das Unternehmen ruft zu spät an
Besser spät als nie – ruft das Unternehmen zu spät an, sollten Sie Verständnis zeigen. Stressige Situationen kennt schließlich jeder. Nun dürfen Sie aber entscheiden, ob Sie das Telefoninterview sofort führen möchten, oder ob Sie lieber einen anderen Termin vereinbaren möchten.
Sie haben das Telefonat vergessen
Dies ist ein absolutes No-Go. Falls Ihnen dieser Fehler passiert, sind die Chancen auf den Job mehr als gering. Denn den Termin zu vergessen zeugt von Desinteresse gegenüber dem Job und kommt bei Personalern zurecht mehr als schlecht an.
Sie haben technische Probleme während eines virtuellen Interviews
Technische Pannen, wie eine instabile Internetverbindung, eine nicht funktionierende Kamera oder ein defektes Mikrofon, können den Verlauf eines virtuellen Interviews erheblich stören. Vermeiden Sie dies, indem Sie vor dem Interview alle technischen Komponenten testen und sicherstellen, dass Sie eine stabile Internetverbindung haben. Falls dennoch ein technisches Problem auftritt, bleiben Sie ruhig und informieren Sie den Recruiter umgehend, um eine Lösung zu finden.
Sie verwenden einen unprofessionellen Hintergrund bei Video-Interviews
Ein unordentlicher oder unpassender Hintergrund kann einen schlechten Eindruck hinterlassen. Achten Sie darauf, dass Ihr Hintergrund ordentlich und professionell wirkt. Wenn möglich, nutzen Sie virtuelle Hintergründe, die von vielen Video-Plattformen angeboten werden, um Ablenkungen zu minimieren.
Sie sind unzureichend auf AI-gestützte Interviews vorbereitet
AI-gestützte Interviews können spezifische, algorithmisch generierte Fragen beinhalten. Fehlende Vorbereitung auf solche Fragen oder das Verstehen der Funktionsweise der AI kann Ihre Chancen beeinträchtigen. Informieren Sie sich über gängige Fragen und üben Sie klare, präzise Antworten.
Telefoninterview gemeistert – aber wo bleibt die Rückmeldung?
Es ist verständlich, dass Sie nach einem Telefoninterview auf eine Rückmeldung warten. Was aber, wenn diese ausbleibt? Sollte der Personaler mit Ihnen vereinbart haben, sich nach einigen Tagen bei Ihnen zu melden, Sie aber nichts von ihm hören, können Sie selbst im Unternehmen anrufen und nachfragen. Seien Sie dabei aber mehr als höflich und machen Sie dem Personaler keinen Vorwurf, dass er sich nicht bei Ihnen gemeldet hat.
So überzeugen Sie den Recruiter: Checkliste zur Vorbereitung
Der Termin für das Interview steht fest? Die Nervosität steigt? Dann hilft Ihnen diese Checkliste dabei, dass Sie nichts vergessen und das Telefoninterview mit Bravour meistern.
Unterlagen bereithalten
Lebenslauf, die ausgedruckte Stellenanzeige, Ihre Notizen zu Standardfragen – legen Sie sich diese Unterlagen bereit, um bei Fragen nicht ins Stocken zu geraten und bei der Selbstpräsentation keinen wichtigen Punkt zu vergessen.
Notizen machen
Gegenfragen zeugen von Interesse. Machen Sie sich deswegen während des Gesprächs Notizen, um zu einem späteren Zeitpunkt bei wichtigen Punkten noch einmal nachhaken zu können.
Bewusst kommunizieren
Achten Sie auf Ihre Sprache. Reden Sie langsam und deutlich und vor allem: Lassen Sie Ihren Gesprächspartner ausreden. Überlegen Sie sich, was Sie sagen möchten und lassen Sie sich nicht überrumpeln. Auch wenn einmal eine Pause entsteht, sollten Sie nicht nervös drauflos quasseln, sondern Ihre Gedanken sammeln und ruhig bleiben.
Auf die Körpersprache achten
Ein Telefoninterview lümmelnd auf der Couch in Jogginghose zu führen ist keine gute Idee. Kleiden Sie sich ordentlich, achten Sie auf eine aufrechte Haltung und vor allem: lächeln Sie. Denn auch wenn Ihr Gesprächspartner all dies nicht sieht, Ihre Stimme transportiert Ihre Haltung. Und genau die ist es, mit der Sie im Endeffekt auch überzeugen.
Die Technik gut vorbereiten
Stellen Sie sicher, dass Ihre Internetverbindung stabil ist und testen Sie Kamera und Mikrofon vor dem Interview. Überprüfen Sie, ob alle benötigten Software-Updates installiert sind und dass Ihre Geräte einwandfrei funktionieren. Bei AI-gestützten Interviews ist es hilfreich, sich mit der verwendeten Technologie vertraut zu machen und zu wissen, wie Sie eventuelle technische Schwierigkeiten lösen können.
Digitale Notizen optimal nutzen
Wenn Sie digitale Notizen verwenden, stellen Sie sicher, dass Sie diese übersichtlich und leicht zugänglich haben. Nutzen Sie Tools wie Notiz-Apps, die es Ihnen ermöglichen, während des Interviews schnell relevante Informationen oder Fragen abzurufen. Achten Sie darauf, dass Ihre Notizen professionell und gut strukturiert sind, um während des Gesprächs einen geordneten Eindruck zu vermitteln.
Sich bei technischen Pannen richtig verhalten
Sollten technische Probleme auftreten, bleiben Sie ruhig und informieren Sie den Recruiter umgehend. Haben Sie einen Plan B bereit, wie z.B. einen alternativen Kommunikationskanal, um das Gespräch fortzusetzen. Die Fähigkeit, in stressigen Situationen ruhig zu bleiben und proaktiv Lösungen zu finden, kann einen positiven Eindruck hinterlassen.
Fragen und Antworten
Ein Telefoninterview ist meist die erste Stufe im Bewerbungsprozess und dient dazu, Kandidaten schnell und unkompliziert vorzuselektieren. Ein persönliches Vorstellungsgespräch folgt in der Regel erst danach und ist deutlich ausführlicher.
Die Dauer variiert – von kurzen 20-minütigen Vorgesprächen bis hin zu ausführlichen Gesprächen von einer Stunde. Fragen Sie bei der Terminvereinbarung nach der voraussichtlichen Dauer, damit Sie sich gut vorbereiten können.
In der Regel ruft der Personaler an, sofern nicht explizit etwas anderes vereinbart wurde. Achten Sie darauf, zum vereinbarten Zeitpunkt erreichbar zu sein und guten Empfang zu haben.
Legen Sie sich Ihren Lebenslauf, die ausgedruckte Stellenanzeige und Ihre Notizen zu möglichen Fragen bereit. So geraten Sie bei keiner Frage ins Stocken und können Ihre wichtigsten Stärken gezielt ansprechen.
Informieren Sie sich vorab über das Unternehmen und die ausgeschriebene Stelle, und überlegen Sie sich Antworten auf typische Fragen zu Ihrer Person, Motivation und Berufserfahrung. Wählen Sie einen ruhigen Ort ohne Störquellen und kleiden Sie sich ordentlich – das wirkt sich positiv auf Ihre Stimme und Ihr Auftreten aus.
Ja, das ist sogar empfehlenswert. Notizen helfen Ihnen, wichtige Punkte festzuhalten und gezielte Gegenfragen zu stellen, die Ihr Interesse an der Stelle zeigen.
Warten Sie eine angemessene Zeit und melden Sie sich dann höflich per Telefon oder E-Mail. Das zeigt, dass Sie den Termin ernst nehmen – und gibt dem Personaler die Möglichkeit, einen neuen Termin zu vereinbaren.
Die häufigsten Fehler sind: den Gesprächspartner unterbrechen, den Termin vergessen, zu laute Umgebung oder schlechter Empfang. Planen Sie deshalb ausreichend Zeit ein, sorgen Sie für Ruhe und testen Sie bei Videointerviews vorab Technik und Verbindung.
Eine kurze Nachricht ist möglich, aber in Österreich nicht erwartet. Wichtiger ist es, die vereinbarten nächsten Schritte einzuhalten – und bei ausbleibender Rückmeldung nach angemessener Zeit höflich nachzufragen.
Beim Videointerview kommen technische Aspekte hinzu: Testen Sie Kamera, Mikrofon und Internetverbindung vorab und sorgen Sie für einen ruhigen, gut beleuchteten Hintergrund. Schauen Sie während des Gesprächs möglichst direkt in die Kamera – das vermittelt echten Blickkontakt.



