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Wege zum perfekten Job: So finden Sie Ihren Traumjob und bewerben sich richtig

Jeder hat sich im Leben schon einmal diese Fragen gestellt: Welche Tätigkeit passt zu mir? Welche Arbeit macht mich glücklich? Was ist denn eigentlich mein Traumberuf? Eine einfache Antwort gibt es darauf nicht, denn für ein erfülltes Berufsleben sind viele Faktoren wichtig.

Was ist überhaupt ein Traumjob?

Der ideale Job – viele meinen, das ist der Job, der am Ende des Monats das meiste Geld aufs Konto bringt. Gute Bezahlung ist natürlich wichtig und macht das Leben leichter, aber Vorsicht: Geld ist nicht alles, das gilt auch im Berufsleben. Viele andere Punkte sind auf dem Weg zum perfekten Arbeitsplatz zu beachten:

Persönliche Interessen:
Ein wichtiger Aspekt, denn das Arbeitsgebiet sollte im Idealfall Spaß machen und die eigenen Neigungen widerspiegeln. So hat jemand, der für sein Leben gern bastelt und schraubt, sicher große Freude an einem handwerklichen Beruf. Wenn Sie eine kommunikative Person sind und gerne mit anderen Menschen in Kontakt treten, finden Sie aber einen Job im Kundendienst sicher spannender. Interessant ist dabei auch die Frage, ob Sie Ihren Job sinnvoll und wertvoll finden. Wenn Sie das Gefühl haben, etwas zu bewegen, sind Sie im Berufsalltag bestimmt zufriedener.

Talente und Fähigkeiten:
Bei der Suche nach dem Traumjob sollten Sie sich auch diese Frage stellen: Worin bin ich wirklich gut? Wenn Sie Erfolgserlebnisse statt Frust suchen, ist es wichtig, dass Sie Ihren Aufgaben gewachsen sind und das Gefühl haben, Ihre Talente auch richtig einzusetzen. Das wird in Ihrem beruflichen wie auch im privaten Umfeld positiv aufgenommen und gibt Ihnen Selbstvertrauen und Zufriedenheit.

Arbeitsumfeld:
In allen Umfragen bei Angestellten ganz weit oben, wenn es um die Zufriedenheit im Job geht: die Kollegen und Vorgesetzten. Ein freundliches Arbeitsklima mit Menschen, mit denen Sie bei einem Kaffee auch gern übers Wochenende plaudern. Ein Team, das Sie an stressigen Tagen unterstützt und wertschätzt. Das sind unbezahlbare Faktoren für glückliche Mitarbeiter. Niemand schätzt Kollegen, die sich wegdrehen, wenn man einmal Hilfe braucht, oder hinter dem Rücken anderer über diese schlecht reden. Dasselbe gilt für einen guten Chef: gute Manager-Qualitäten wie Offenheit, Überblick und Verständnis für die Bedürfnisse der Belegschaft sind unbezahlbar.

Work-Life-Balance:
Eine wichtige Frage, die beim Thema Traumjob oft vergessen wird. Auch wenn gute Bezahlung und nette Kollegen toll sind, sollte man auch an die eigenen Lebensumstände denken: Haben Sie Partner, Kinder, zu pflegende Angehörige oder andere Verpflichtungen? Diese können es im Alltag besonders wichtig machen, dass Sie zum Beispiel klare Arbeitszeiten haben und nicht regelmäßig mit unerwarteten Überstunden konfrontiert sind. Andere Menschen haben dafür unter der Woche gern mal einen Tag frei und finden deshalb Schichtdienste attraktiv.

Persönliche Entwicklung:
Schnell vergisst man bei einem guten Job, den man gerne macht: Wo will ich in fünf oder zehn Jahren sein? Gibt es berufliche Aufstiegschancen? Kann ich mich fachlich oder persönlich weiterbilden? Welche Angebote macht mein Arbeitgeber in diesem Bereich? Die Anforderungen der Berufswelt und die eigenen Interessen können sich im Laufe der Jahre verändern. Darum ist es wichtig, auch Aspekte wie Aufstiegsmöglichkeiten und Fortbildung zu bedenken, wenn wir von einem „perfekten“ Job reden.

Job versus Beruf und Berufung

Den einen Traumjob gibt es also nur selten. Ein Abwägen aller wichtigen Punkte ist nötig, um zu erkennen, welche Faktoren eine Anstellung wirklich zum idealen Job machen – und diese Faktoren können sich im Laufe des Lebens natürlich je nach individueller Situation auch verschieben. Der Traumjob ist deshalb nicht zwangsweise immer die große Berufung, die wir vielleicht einmal spüren oder als Kinder anscheinend so klar vor Augen hatten.

Drei wichtige Indizien für einen Traumjob

Gerade in einem Land wie Österreich, in einer Zeit wie heute, gibt es eine fast unendliche Anzahl von Berufswegen, die wir einschlagen können. Zahlreiche Ausbildungen und Fortbildungsmöglichkeiten stehen auf der Suche nach dem idealen Job offen. Eine kleine Hilfe auf dieser Suche sind aber diese drei Fragen:

  • Was kann ich gut? Eine Arbeit, die zu Ihren persönlichen Kompetenzen und Fähigkeiten passt, ist eine gute Arbeit. Wenn Sie Ihre Talente kennen und das Gefühl haben, diese können durch Förderung und Fortbildung auch wachsen, ist das ein guter Start.
  • Welcher Job passt zu meiner Persönlichkeit? Wenn Sie an Ihren Traumjob denken, denken Sie an sich selbst, an Ihre Charaktereigenschaften: Was sind meine Interessen? Was macht mir Spaß und was mag ich überhaupt nicht? Wie verbringe ich gerne den Tag, und mit welchen Menschen?
  • Was treibt mich wirklich an? Überlegen Sie, was Sie motiviert, morgens aufzustehen. In welche Arbeitsstätte möchte ich fahren? Welche Aufgaben erwarten mich dort, welche Tätigkeiten? Was sind meine Bedürfnisse und was möchte ich wirklich erreichen?

Wo fange ich mit der Jobsuche an?

Die obigen Fragen helfen Ihnen, ein Gefühl dafür zu entwickeln, was Sie sich von einem erfüllten Beruf erwarten. Mit ein paar weiteren Schritten können Sie dann systematisch die Suche nach dem richtigen Job beginnen:

Überlegen Sie, welche Art von Job Sie suchen.
Vergleichen Sie die Tätigkeiten und Arbeitsbedingungen verschiedener ausgeschriebener Jobs mit Ihren eigenen Vorstellungen. Klicken Sie auch auf Jobinserate, die vielleicht auf den ersten Blick nicht passend scheinen und schauen Sie, welche Aufgaben und Erwartungen dazugehören. Sie werden manchmal überrascht sein.

Bewerten Sie Ihre Fähigkeiten.
Überlegen Sie sich, wo Ihre Kompetenzen, Ihre Stärken und Schwächen liegen. Seien Sie dabei ehrlich mit sich selbst und versuchen Sie nicht, sich zu über- oder unterschätzen. Oft fällt die eigene Beurteilung schwer. Fragen Sie auch Familie, Freunde oder alte Kollegen nach einer ehrlichen Einschätzung darüber, mit welchen Fähigkeiten Sie auftrumpfen können.

Setzen Sie sich Karriereziele.
Wo wollen Sie in einem Jahr sein? Wo wollen Sie in fünf Jahren sein? In welcher Branche oder in welchem Beruf sehen Sie sich? Welche Position auf welcher Ebene wollen Sie mittel- und langfristig einnehmen? Diese Fragen helfen Ihnen dabei, die Jobsuche und etwaige benötigte Weiterbildungen zu planen.

Prüfen Sie, was die Kompetenzen und Berufe der Zukunft sind.
Auf der Suche nach dem perfekten Job ist es auch wichtig, dass Sie langfristig in diesem Job bleiben können. Deshalb sollten Sie beachten: Welche Branchen haben eine Zukunft, wo werden in den nächsten Jahren besonders viele Kräfte gesucht? Welche Fähigkeiten sind am Arbeitsmarkt begehrt? Stellen Sie sicher, dass Ihr Traumjob keine Eintagsfliege wird.

Lassen Sie sich von einem Personaldienstleister unterstützen.
Sie sind auf Ihrer Suche nicht allein. Abgesehen von Beratungs- und Fortbildungsangeboten wie jenen des Arbeitsmarkt Service (AMS) bietet Ihnen auch ein verlässlicher Personaldienstleister Unterstützung. Für einen solchen ist es immer das Ziel, eine gute, faire und gesunde Arbeitswelt zu schaffen. Beratung und Unterstützung finden hier auch temporäre Arbeitskräfte, die sich im Rahmen der Zeitarbeit neue Kompetenzen aneignen, neue Berufsfelder kennenlernen und ihrem idealen Job dadurch schnell einen Schritt näherkommen.

Fazit: Der perfekte Job ist mehr als Geld

Der Traumjob – ein Traum. Für ein erfülltes Berufs- und damit auch Privatleben ist es ganz wichtig, dass wir uns darüber bewusst werden, wie wir arbeiten und leben wollen. Und das nicht nur heute, sondern auch in zehn oder zwanzig Jahren. Beachten Sie also all die Faktoren, die wichtig sind: Fähigkeiten, Interessen, Menschen, Bedürfnisse – und vieles mehr. So finden Sie einen erfüllenden Beruf, der zu Ihrem Leben passt.

Die Suche nach Jobs in den sozialen Medien – ein Wegweiser

Social Media Profile & Jobsuche: steigender Trend

Soziale Medien sind allgegenwärtig: Fast jeder von uns nutzt Facebook, Instagram oder hat gar schon den Sprung zu TikTok gemacht. Aber nicht nur Information, Unterhaltung und Kontakt zu Freunden spielen auf Social Media eine Rolle. Auch die Jobsuche verlagert sich immer mehr in diesen Bereich, der Trend geht steil nach oben. Waren es 2021 noch 10 Prozent, die dort nach neuen Positionen suchten, sind es 2022 schon 21 Prozent.

Das kommt auch bei den Unternehmen an. Immer mehr bieten in ihrer Social-Media-Präsenz direkte Infos zu offenen Stellen. Und weil Instagram und Co. von einem Großteil der Menschen am Handy genutzt werden, müssen die Inhalte fürs mobile Betrachten angepasst sein. Die Vorreiter unter den Arbeitgebern gehen hier noch weiter: Sie leiten Bewerber, die sich vielleicht ohne Zögern bewerben wollen, sofort auf eine Seite weiter, wo sie ihre Kontaktdaten eingeben können. Oft gibt es auch die Option, den eigenen Lebenslauf oder Arbeitszeugnisse als Datei direkt vom Handy aus hochzuladen.

Mehr Bewerber durch Social Media

Der Vorteil der Bewerbersuche in den sozialen Medien liegt für Arbeitgeber auf der Hand: Auf Jobbörsen erkundigen sich nur die aktiv nach Arbeit suchenden Menschen nach freien Stellen. Diese machen aber nur 15 Prozent der potentiellen Mitarbeiter aus. Die anderen 85 Prozent sind aktuell in einer Anstellung – aber dennoch offen für einen neuen Job. Postings auf Plattformen wie Facebook oder LinkedIn erreichen auch diese Menschen und bescheren den Arbeitgebern potenziell viel mehr interessante Bewerber.

Chancen und Risiken der Jobsuche in sozialen Medien

Für die Bewerberseite sind soziale Medien eine große Chance: Unkompliziertes Finden offener Stellen, schnelle Bewerbungsprozeduren – und vor allem die Möglichkeit, sich selbst kompetent und sympathisch darzustellen. Mit Ihrem Profil auf Facebook oder LinkedIn können Sie die Personalverantwortlichen eines Unternehmens auf sich aufmerksam machen und Interesse wecken.

Dazu ist es aber ganz wichtig, die gesamten Inhalte des jeweiligen Social-Media-Profils zu kennen und zu überprüfen. Ihre Web-Präsenz kann nämlich auch Schaden anrichten: Wenn Sie unangemessene, unseriöse Bilder oder Status-Meldungen in Ihrem Verlauf haben, geht die Bewerbung schnell nach hinten los. Unternehmen suchen nach Personen, die freundlich, kompetent und seriös wirken. Freizügige Bilder vom Badeurlaub oder Texte mit wirren politischen Ansichten sind dagegen schnell ein Grund, den Bewerber nicht einzuladen.

Tipps & Tricks – so punkten Sie mit Ihrem Online-Auftritt

Wenn Sie Ihre Social-Media-Profile für Personaler interessanter machen wollen, dann sollten Sie folgende Punkte auf jeden Fall bedenken:

Unangemessene Inhalte oder beleidigende Posts löschen

Kein Unternehmen möchte Mitarbeiter, die stark polarisieren oder gar diskriminierende Meinungen vertreten. Teilen Sie deshalb keine hetzerischen Inhalte. Überlegen Sie ganz genau, ob das eine oder andere Posting nicht vielleicht rassistisch, sexistisch oder homophob wirkt. Löschen Sie solche Beiträge und auch ähnlich unangemessene Kommentare Ihrer jeweiligen Social-Media-Kontakte.

Achten Sie auch auf Ihre Freundes- und Kontaktlisten und welchen Profilen oder Seiten Sie auf Facebook, Instagram, Twitter & Co. folgen – und löschen Sie gegebenenfalls die Verbindung. Kaum ein Unternehmen lädt Menschen zum Bewerbungsgespräch ein, die politisch extreme Ansichten vertreten, über spezifische Religionen lästern, oder sonstige Dinge verbreiten, die gesellschaftlich nicht akzeptabel sind. Auch auf den ersten Blick unschuldig wirkende derbe Witze und vulgäre Sprache sind bei Personalern nicht unbedingt gern gesehen.

Bild und Video: Wie präsentieren Sie sich?

Sie sollten auf Bildern natürlich sympathisch wirken, und in vielen sozialen Medien geht es um Familie, Freunde, Freizeit und Urlaub – daran ist nichts falsch. Aber: Bilder oder Videos, in denen Sie fast nackt am Strand liegen, exzessiv Alkohol konsumieren oder grölend auf dem Tisch tanzen, machen Sie nicht zur ersten Wahl für ein Job-Interview. Achten Sie hier auch genau auf Verlinkungen und Tags, durch die Sie in den Fotos anderer Kontakte aufscheinen könnten.

Positiv fallen Sie wiederum auf, wenn man Ihr persönliches Engagement sieht: Sie babysitten gerne die Nachbarskinder? Sie sind bei der freiwilligen Feuerwehr oder im Sportverein? Das zeigt, dass Sie ein interessierter, sozialer und aktiver Mensch sind – und nach solchen Leuten wird am Jobmarkt gesucht.

Tabu: Ungereimtheiten und schlecht über die Arbeit reden

Auch darauf sollten Sie achten, wenn Sie Ihre Social-Media-Profile durchforsten: Schlechte Aussagen über bisherige Arbeitgeber, Beschwerden über den Job, vielleicht sogar Aussagen wie „Ich gehe in den Krankenstand, ich habe heute keine Lust auf Arbeit“ – das geht gar nicht. So wirken Sie auf Unternehmen wie ein wenig loyaler Angestellter, der noch dazu negativ über den Chef redet.

Wichtig ist auch, dass auf Ihren Profilen keine Ungereimtheiten entstehen. Ein Beispiel: In Ihrem Lebenslauf geben Sie an, dass Sie bis im Vormonat jahrelang bei einer Firma angestellt waren. Aber Fotos, Textbeiträge und ähnliches in Ihren sozialen Medien zeigen, dass Sie im letzten Jahr fünf Monate arbeitslos waren und diese im Ausland mit Urlaub verbracht haben. Da ist eine kleine Lüge schnell enttarnt – und Ihre Bewerbung landet vielleicht im Mülleimer.

Ein neues Profil – am besten mit LinkedIn

Sie wollen in sozialen Medien nicht auf private, lustige Dinge und zwanglose Kommunikation mit Freunden verzichten? Das ist Ihr gutes Recht. Empfehlenswert ist dann aber, dass Ihr Profil nicht durch Foto oder Namen auffindbar ist, beziehungsweise dass nur Ihre wirklich engen privaten Kontakte Einblick haben. Erstellen Sie dann einfach parallel Ihre eigenen Social-Media-Profile fürs Berufliche. Diese können Sie genau so gestalten, dass Sie für Personaler ansprechend und seriös wirken.

Die beste Social-Media-Plattform hierfür ist LinkedIn. Es wurde speziell für Karriere und berufliche Kontakte entwickelt. In Europa hat das Netzwerk schon fast 140 Millionen Mitglieder. LinkedIn ermöglicht Ihnen, sich sympathisch und professionell zu präsentieren. Sie können Ihre Qualifikationen und Berufserfahrungen angeben und von Ihren Kontakten bestätigen lassen.

Teilen Sie relevante und interessante Inhalte, die zu Ihren beruflichen Interessen passen. Sie können sich im großen LinkedIn-Netzwerk auch direkt bei Unternehmen bewerben – und umgekehrt von diesen auf ihrer Mitarbeitersuche direkt gefunden und angesprochen werden.

Fazit: Social Media kann sich lohnen, aber auch schaden

Fast keiner kommt heutzutage an Social Media vorbei – das gilt inzwischen auch für Jobsuche und Karriere. Es ist daher wichtig, dass Sie Ihre Profile genau anschauen und – wo nötig – anpassen: Wer kann öffentlich welche Inhalte sehen? Mache ich einen seriösen, kompetenten, sympathischen Eindruck? Wenn Sie auf mögliche Fehler und Ausrutscher achten und Ihre Stärken gut präsentieren, können Sie soziale Medien für sich und Ihre Karriere nutzen. Wenn Sie schlampig sind und dennoch über Social Media mit Unternehmen in Kontakt kommen, kann das Ihre Jobsuche aber unnötig erschweren.

Plötzlich arbeitslos – was nun?

Man kennt es vielleicht von Verwandten oder aus dem Bekanntenkreis, denn so selten passiert es nicht: die plötzliche Entlassung. Und dennoch, wenn man selbst betroffen ist, fällt man aus allen Wolken. Gerade wenn man schon länger in einem Unternehmen war, kann es ein großer Schock sein, die Kündigung zu erhalten. Nach dem verständlichen anfänglichen Frust ist es aber Zeit, auch neue Chancen, die sich bieten, zu ergreifen.

Korrekte Lösung des Dienstverhältnisses

Am besten ist es immer, nicht im Streit auseinanderzugehen, sondern alles ordentlich zu regeln: Wurde die Kündigung korrekt ausgesprochen? Wurden nachvollziehbare Gründe genannt? Wurde die Kündigungsfrist eingehalten? Werden alle Ihnen noch zustehenden Leistungen und Ansprüche beachtet? Die Arbeiterkammer gibt hier schnellen, professionellen Rat, auch telefonisch oder im persönlichen Gespräch.

Die restliche Zeit im Unternehmen bis zum letzten Arbeitstag können Sie schon sinnvoll nutzen – mit sogenannten Postensuchtagen. Das bedeutet, Sie können ein Fünftel Ihrer wöchentlichen Arbeitszeit für die neue Jobsuche verwenden und müssen in dieser Zeit nicht für den Arbeitgeber aktiv sein. Bei einer Wochenarbeitszeit von 38,5 Stunden sind das also 7,7 Stunden pro Woche. Manchmal passiert es auch, dass der Arbeitgeber den gekündigten Mitarbeiter freistellt. So eine Dienstfreistellung bedeutet, dass Sie die restliche Zeit nicht mehr arbeiten müssen – Ihr Lohn muss aber weiterhin ausgezahlt werden.

Anlaufstelle AMS

Wenn Sie Ihren Job verlieren, ist die wichtigste Anlaufstelle natürlich das Arbeitsmarktservice (AMS) – vorausgesetzt, Sie haben Ihren Wohnsitz in Österreich. Sie können sich dort offiziell arbeitslos melden, sobald Sie wissen, ab welchem Tag Sie arbeitslos sind, also das bisherige Dienstverhältnis tatsächlich beendet ist. Das ist via Internet möglich, aber auch telefonisch.

Ein personalisierter Online-Ratgeber gibt Ihnen Anweisungen für die nächsten Schritte, die genau zu Ihrer aktuellen Lebenssituation und Ihrem beruflichen Status passen. Wichtig ist jedenfalls, dass Sie nicht zu lange damit warten, sich arbeitslos zu melden und Arbeitslosengeld (oder Notstandshilfe) zu beantragen. Wenn Sie das erst nach Beginn der Arbeitslosigkeit tun, können Lücken in Ihrem Leistungsbezug und in Ihrer Kranken- und Pensionsversicherung entstehen.

Finanzielle Unterstützung

Klar, den Job zu verlieren, bedeutet viel Stress. Und eine Hauptsorge ist dann erst recht das liebe Geld. Doch Österreich bietet Unterstützung. Am wichtigsten ist natürlich das Arbeitslosengeld vom AMS. Dieses kann in der Regel mindestens 20 Wochen lang in Anspruch genommen werden – wobei es durchaus Gründe für eine Verlängerung gibt. Die Höhe des Arbeitslosengeldes beträgt 55 Prozent des täglichen Nettoeinkommens. Vergessen sollten Sie dabei nicht: Auch und gerade in der Arbeitslosigkeit sind zudem weitere finanzielle Unterstützungsleistungen wie Familienbeihilfe oder Mietzuschuss möglich.

Natürlich stellt das AMS Bedingungen, wenn es Unterstützungsleistungen auszahlt. So ist es wichtig, dass Sie aktiv nach einem neuen Arbeitsplatz suchen und die vorgeschriebenen Kontrolltermine genau einhalten. Auch einen etwaigen Krankenstand sollten Sie umgehend melden. In der Zeit Ihrer Arbeitsunfähigkeit sind Sie natürlich auch nicht verpflichtet, sich aktiv zu bewerben. Ihr Arbeitslosengeld wird pausiert und Sie bekommen stattdessen Krankengeld (in gleicher Höhe). Wichtig ist in den verschiedensten Fällen: Wenn Sie sich über etwas nicht im Klaren sind, fragen Sie gleich beim AMS nach. Gehen Sie lieber auf Nummer sicher.

Ihre Chance: Weiterbildung

Wenn Sie Ihren alten Job verloren haben und sich vielleicht selbst etwas verloren fühlen, haben Sie das Recht auf Unterstützung: Das AMS bietet nicht nur Training für erfolgreiches Bewerben und Tipps, wo Sie passende Stellenanzeigen finden. Die Zeit der Arbeitslosigkeit ist auch eine Gelegenheit für Weiterbildung oder Umschulung. Jeder Kurs, jede neue Kompetenz, die Sie erlernen, gibt Ihnen einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz am Arbeitsmarkt.

Überlegen Sie, wo Sie bisher Defizite hatten, die Sie nun aufholen möchten. Mit welchen Fähigkeiten können Sie sich für Jobs bewerben, die Sie sich sonst nicht zutrauen? Das Arbeitsmarktservice fördert viele Fortbildungen und Umschulungen in voller Höhe. Dabei ist sogar der Quereinstieg in eine völlig neue Branche möglich. Also denken Sie nach, ob nicht ein ganz neuer Berufsweg interessant für Sie wäre. Nutzen Sie die Gelegenheit, sie kommt vielleicht nicht so schnell wieder.

Wichtig: Achten Sie auf sich

Der plötzliche Verlust der Arbeit, anstrengende Jobsuche, AMS-Bürokratie – das verursacht Stress. Arbeitslosigkeit kann Menschen emotional belasten und zu Schlafproblemen, Unruhe, depressiven Verstimmungen und anderen Beschwerden führen. Vergessen Sie also nicht auf Ihre Gesundheit – die körperliche wie die geistige. Was dabei hilft, ist natürlich Ihr soziales Umfeld. Stolz oder Scham helfen Ihnen nicht durch diese Zeit, Ihre Freunde und Familie dafür umso mehr. Besinnen Sie sich auf die Menschen und Dinge, die im Leben wirklich zählen.

Mit nur wenigen Tipps schaffen Sie es, nicht in ein „schwarzes Loch“ zu fallen. Am wichtigsten ist es, einen Tagesrhythmus zu finden. Ein klar strukturierter Alltag schützt Sie davor, abzudriften und den Überblick oder die Motivation zu verlieren. Feste Uhrzeiten für das Prüfen neuer Job-Inserate, das Verfassen von Bewerbungen und sportliche Betätigung helfen Ihnen durch die arbeitslose Zeit und halten Sie fit für den nächsten Job. Nutzen Sie freie Zeiten, um auch auf Job-Messen und Karrieretagen neue Ideen und Kontakte zu sammeln. Das bedeutet aber nicht, dass Sie sich nur auf die Jobsuche und Selbstoptimierung konzentrieren müssen. Erlauben Sie sich regelmäßige Entspannung und Zeit für Hobbys und Freunde.

Fazit: Jede Krise ist auch eine Chance

Ein unerwarteter Jobverlust bedeutet oft Schock und emotionale Belastung. Doch eine Krise ist bekanntlich auch eine Chance. Holen Sie sich vom AMS Unterstützung – finanziell, aber auch fachlich: Mit einer Weiterbildung oder Umschulung verbessern Sie Ihre Position am Arbeitsmarkt. Gleichzeitig erhalten Sie Motivation und Selbstvertrauen. Auf der Suche nach der nächsten beruflichen Herausforderung sollten Sie aber nicht vergessen, auf Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden zu achten. Pflegen Sie Ihre sozialen Kontakte und nehmen Sie sich Zeit für Entspannung. Der nächste Job ist bestimmt nicht mehr fern.

Weiterbildung beim AMS

Sie haben das Gefühl in Ihrem Beruf auf der Stelle zu treten? Alle werden befördert, nur Sie nicht? Dann ist die Zeit gekommen, an eine berufliche Weiterbildung zu denken. Das AMS unterstützt Sie auf diesem Weg mit zahlreichen Schulungen und finanziellen Hilfen.

Weiterbildung und beruflicher Neustart

Wir leben in einer sich schnell verändernden Welt. Dies wirkt sich auch auf das Berufsleben aus. Neue Technologien und neue Arbeitsmodelle fordern von Ihnen als Mitarbeiter höchste Flexibilität. Da kann es schon einmal vorkommen, dass Sie das Gefühl beschleicht, nicht mehr mithalten zu können. Doch keine Bange, Sie können etwas unternehmen. Und zwar eine Weiterbildung oder gar eine Umschulung besuchen, um beruflich neu durchzustarten. Das AMS ist hierbei eine wichtige Anlaufstelle.

Werden Weiterbildungen vom Arbeitsamt bezahlt?

Es gibt bestimmte Weiterbildungen, die direkt vom Arbeitsamt bezahlt werden. Besonders wenn Sie arbeitslos und beim AMS gemeldet sind, kann und wird Sie das Amt bei Schulungen unterstützen. Doch auch wenn Sie einen Job haben, können Sie beim AMS eine Förderung für eine Weiterbildung beantragen. Beispielsweise dann, wenn Sie mit Ihrem Arbeitgeber eine Bildungskarenz vereinbart haben.

Welche Umschulungen zahlt das AMS?

Eine Umschulung liegt dann vor, wenn Sie aufgrund unterschiedlichster Gründe Ihren ursprünglichen Beruf nicht mehr ausüben können und sich völlig neu orientieren müssen. Das AMS zahlt eine Umschulung beispielsweise dann, wenn Sie krankheitsbedingt Ihren Job nicht mehr ausüben können.

Welche Förderungen gibt es für Weiterbildungen?

Das AMS bietet insgesamt vier verschiedene Arten von Förderungen für eine berufliche Weiterbildung:

  • Allgemeine Aus- und Weiterbildungsbeihilfen
    Dies betrifft arbeitslos gemeldete Personen
  • Weiterbildung in Bildungskarenz oder Bildungsteilzeit
    Dafür müssen Sie mindestens sechs Monate am Stück beschäftigt gewesen sein und eine Vereinbarung mit Ihrem Arbeitgeber vorweisen können. Zusätzlich benötigen Sie einen Erfolgsnachweis bei einem Studium oder eine Bestätigung einer Schulungseinrichtung.
  • Überbetriebliche Lehre und Ausbildung in Mangelberufen
    Sie sind auf der Suche nach einer Lehrstelle, doch haben keinen Erfolg? Dann unterstützt Sie das AMS dabei, eine überbetriebliche Stelle oder eine andere Ausbildung zu finden und zahlt im 1. Lehrjahr 361,50 Euro pro Monat, ab dem 3. Lehrjahr erhalten Sie dann 834,90 Euro im Monat. Auch das Fachkräftestipendium fällt in diesen Bereich, hier kann die Ausbildung bis zu drei Jahre betragen.
  • Unternehmensgründung
    Sie sind arbeitslos, träumen aber davon, sich selbstständig zu machen? Auch in diesem Fall hilft das AMS und übernimmt Kosten für eine Unternehmensberatung und Ausbildungen.

Wie viele Kurse fördert das AMS?

Das AMS limitiert nicht die Kursanzahl, die Sie besuchen dürfen, doch viele Förderungen können innerhalb eines bestimmten Zeitraums nur einmal beantragt werden. Zum Beispiel die Bildungskarenz: Sie bekommen vom AMS zwei bis zwölf Monate lang Unterstützung. Das Geld kann durchgehend oder aufgeteilt (mindestens aber immer zwei Monate am Stück) bezogen werden. Eine Bildungsteilzeit hingegen kann zwei Jahre dauern und innerhalb von vier Jahren aufgeteilt konsumiert werden. Sie sehen, es lohnt sich, bei den Förderungen ganz genau hinzusehen.

Wird die Umschulung auf das Arbeitslosengeld angerechnet?

Sind Sie arbeitslos und machen eine Umschulung, dann erhöht das AMS während der Schulung den Grundbetrag des Arbeitslosengeldes um 22 %. Ebenso werden Familienzuschläge berücksichtigt. Zusätzlich übernimmt das AMS bei Weiterbildungen und Umschulungen sämtliche Kursnebenkosten, die entstehen.

Welche Weiterbildung ist für mich sinnvoll?

Eine Weiterbildung kann mehrere Wochen bis Jahre dauern, und sollte deswegen wohl überlegt sein. Denn Sie investieren durch Förderungen vielleicht kein Geld, aber Ihre Zeit. Deswegen bietet das AMS auch Orientierungsberatungen an, damit Sie sich über Ihre Ziele und Möglichkeiten klar werden können.

Welche Umschulung lohnt sich für mich?

Diese Frage kann nicht pauschal beantwortet werden. Es hängt viel von Ihrer Verfassung ab sowie den Gründen, wieso Sie Ihren ursprünglichen Beruf nicht mehr ausüben können. Haben Sie körperliche Schmerzen und können nicht mehr kellnern? Dann ist die Umschulung auf einen körperlich fordernden Pflegeberuf nicht die richtige Wahl. Wenn Sie sich hingegen einen Beruf mit einem höheren Einkommen wünschen, dann sollten Sie sich auf zukunftsträchtige Branchen konzentrieren.

Welche Berufe haben Zukunft?

Damit sich eine Umschulung auch lohnt, sollten Sie sich auf Branchen ausrichten, die auch in Zukunft florieren werden. Dazu zählen derzeit laut AMS:

  • Tourismus
  • Medien, Kultur und Unterhaltung
  • IT
  • Handel, Marketing, E-Commerce
  • Gesundheit
  • Soziales
  • Berufe mit Kurzausbildung

Werden auch Online-Kurse vom AMS gefördert?

Das AMS erkennt die Digitalisierung als wichtige Chance an. Deswegen werden auch Online-Kurse vom AMS gefördert. Allerdings liegt die Entscheidung dafür stets beim AMS, es muss also ein positiver Bescheid eingeholt werden. Liegt dieser vor, übernimmt das AMS alle Kosten.

Wie finde ich die richtige Aus- oder Weiterbildung für mich?

Überlegen Sie sich ganz genau, welche Ziele Sie haben und wie viel Zeit Sie für die Weiterbildung investieren können. Denken Sie dabei ruhig in Etappen, es muss nicht alles in einem Rutsch über die Bühne gehen. Ein Termin bei der BIZ, der BerufsInformationsZentrale des AMS, kann hilfreich sein. Wenn Sie dann wissen, was Ihre Vorstellungen sind, können Sie konkret nach Angeboten suchen. Dabei stehen Ihnen in Österreich eine Vielzahl an Anbietern zur Verfügung. Das AMS unterstützt Sie mit der AMS Weiterbildungsdatenbank, hier sind rund 55.000 Kurse gelistet.

Wie sage ich es meinem Vorgesetzten?

Sie möchten eine Ausbildung ein Anspruch nehmen, haben aber Bedenken es Ihrem Chef zu sagen? Eine Bildungskarenz oder Bildungsteilzeit muss vom Vorgesetzten genehmigt werden. Auch innerbetriebliche Weiterbildungen müssen abgesegnet werden. Damit Ihr Gespräch von Erfolg gekrönt ist, sollten Sie Ihren Vorgesetzten auf den Mehrwert einer Weiterbildung hinweisen. Gut ausgebildete Mitarbeiter erhöhen die Konkurrenzfähigkeit eines Unternehmens enorm. Im Grunde ist eine Bildungskarenz so eine Win-win-Situation für alle Seiten.

Damit Sie Ihre Chancen aber ganz konkret erhöhen, sollten Sie das Gespräch gegen Jahresende führen, da im Herbst in Unternehmen normalerweise die Budgetplanungen für das kommende Jahr stattfinden. Fragen Sie also kurz darauf, ist der Budgettopf für die Weiterbildung noch nicht geleert und Sie erhöhen Ihre Chancen, auch etwas von dem Geld abzubekommen.

Wie wähle ich ein Bildungsinstitut?

Da haben Sie in Österreich tatsächlich die Qual der Wahl, es gibt rund 1.800 Einrichtungen, die Schulungsmöglichkeiten anbieten. Besonders bekannt im Bereich der Erwachsenenweiterbildung und somit garantiert einen Blick wert sind, neben den Portalen des AMS, besonders das WIFI, das BFI und die VHS.

Was gibt es an Kurzausbildungen und betrieblichen Ausbildungen?

Kurzausbildungen sind besonders praktisch, wenn Sie dem Berufsleben nicht allzu lange fern bleiben möchten. Kurzausbildungen werden, genauso wie langjährige Ausbildungen, bei zahlreichen Bildungsinstituten in Österreich angeboten. Bestimmte Kurzausbildungen, beispielsweise bei der ÖBB oder den Wiener Linien, können hingegen nur betriebsintern abgehalten werden. Wenn Sie auf der Suche nach Kurzausbildungen beim AMS sind, können Sie unter www.ams.at/berufslexikon einen Haken bei Kurz-/Spezialausbildungen setzen, ebenso bietet das AMS eine eigene Broschüre dazu an.

Fazit: So machen Sie das meiste aus Ihrer AMS-Weiterbildung

Sie haben sich für eine Weiterbildung beim AMS entschieden? Durchforsten Sie die umfangreiche Website des AMS und informieren Sie sich im Berufslexikon über Berufe, machen Sie einen Termin beim BIZ, studieren Sie ganz genau, welche Förderungen für Sie in Frage kommen und konzentrieren Sie sich bei der Weiterbildung oder Umschulung auf zukunftsträchtige Branchen. So hohlen Sie das Beste aus der Weiterbildung heraus und können in Ihrem Beruf erneut voll durchstarten.

So nutzen Sie Ihre Arbeitslosigkeit sinnvoll

Die meisten Leute erleben irgendwann in ihrem Leben eine Zeit der Arbeitslosigkeit. Oft ist diese mit Angst, Unsicherheit oder Langeweile verbunden. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die Erwerbslosigkeit sinnvoll nutzen können und dabei sogar Ihre Chancen für den nächsten Job erhöhen.

Wie Sie eine längere Zwangspause sinnvoll nutzen

Arbeitslosigkeit ist kein Urlaub – höchstens in den allerersten Tagen

Die Gründe für Arbeitslosigkeit können verschieden sein – aber egal, ob Sie ihren Job selbst gekündigt haben oder unfreiwillig „gegangen wurden“: Vor allem in den ersten Tagen ist eine kleine Auszeit völlig ok und empfehlenswert. Das heißt aber nicht, dass dauerhaft Urlaubsgefühl aufkommen sollte. Nach maximal drei Wochen lange ausschlafen, Freizeit genießen oder Trübsal blasen sollten Sie wieder Plan und Ordnung in Ihren Alltag bringen. Nur so vermeiden Sie auf Dauer einen Durchhänger und Motivationslosigkeit.

Die Zukunft planen: So früh wie möglich

Am besten betrachten Sie die Beschäftigungspause als Chance, um über sich selbst und Ihre berufliche Zukunft nachzudenken. Im Arbeitsalltag fehlt dazu meist die notwendige Distanz und klare Ziele helfen Ihnen dabei, die Tage bis zum nächsten Job sinnvoll zu gestalten.

Blicken Sie auf Ihre letzten Jobs zurück und stellen Sie sich ehrliche Fragen:

  • Was hat Ihnen an der Position gefallen oder warum waren Sie unzufrieden?
  • An welchen Faktoren lag die Kündigung? Etwa an Bezahlung, schlechtem Betriebsklima oder Stundenmodell?
  • Haben Sie gemerkt, dass Ihre Talente und Interessen vielleicht doch in einem anderen Bereich liegen?

Tauschen Sie sich in Ihrer Beziehung, mit Freunden und Familie darüber aus, oder schreiben Sie Pro- und Contra-Listen – je nachdem, was Ihnen leichter fällt.

Netzwerken, Kontakte knüpfen und halten

Selbst wenn Sie noch nicht wissen, wo der Weg genau hinführt, sollten Sie Ihr Netzwerk an Kunden und Kontakten nicht vernachlässigen. Es wird geschätzt, dass etwa ein Drittel aller Jobpositionen über persönliche Beziehungen vermittelt werden und auch Auftragskunden fragen zuallererst im vertrauten Kreis nach Empfehlungen.

Nutzen Sie soziale Netzwerke, um regelmäßig in Kontakt zu bleiben oder neue Verbindungen zu knüpfen – auf Facebook werden in Gruppen zu bestimmten Themen und Branchen regelmäßig auch Stellen ausgeschrieben. Sammeln Sie auf Berufsplattformen wie LinkedIn und Xing relevante Kontakte und scheuen Sie sich nicht davor, neue Personen direkt anzuschreiben.

So füllt man einen Tag mit Aufgaben

Die Regel Nummer Eins für eine sinnvolle Arbeitslosigkeit lautet: Struktur, Struktur, Struktur. Je mehr Sie von einem Tag in den anderen hineinleben, umso schwerer wird es Ihnen fallen, wieder einen geordneten Tagesablauf zustande zu bringen. Deswegen ist es hilfreich, jeden Tag um eine fixe Uhrzeit aufzustehen und ein Pensum an Aufgaben einzuplanen. Abende und Wochenenden sollten auch hier verdiente Auszeiten sein.

Und nicht vergessen: Sport, frische Luft und soziale Kontakte sorgen besonders in dieser stressigen Zeit für den nötigen Ausgleich.

Bewerben: Auch die Jobsuche ist Arbeit

Planen Sie eine gewisse Anzahl an Stunden pro Tag bzw. pro Woche für die Jobsuche ein. Dabei können Sie Stellenanzeigen durchsuchen, Bewerbungen schreiben, Ihren Lebenslauf auffrischen oder Kontakte knüpfen. Nach einer erledigten Aufgabe fühlen Sie sich besser und mit der Routine sinkt die Hemmschwelle vor der nächsten Bewerbung. Zeigen Sie Ihre Unterlagen zwischendurch auch anderen, um zu sehen, ob manches optimiert werden kann.

Praktika: Übung macht den Meister

Auch wenn Sie bereits Berufserfahrung haben, kann ein Praktikum sehr wertvoll sein, um zum Beispiel in eine neue Branche einzusteigen oder ein Unternehmen kennenzulernen. Viele Praktika sind mittlerweile vergütet, das Arbeitsmarktservice bietet außerdem Beihilfen für Arbeitstrainings an. Wenn Sie gute Erfahrungen gemacht haben und Ihre Arbeit zufriedenstellend war, führt ein Praktikum nicht selten zu einer fixen Anstellung.

Sich weiterbilden und am Puls der Zeit bleiben

Im Berufsleben bleibt oft wenig Zeit, um neue Fähigkeiten zu lernen oder sich über die Trends der Branche zu informieren. Die Arbeitspause ist daher eine perfekte Gelegenheit für Fortbildungskurse und private Weiterbildung. Dabei muss es nicht immer ein AMS-Kurs sein, auch VHS-Kurse oder Angebote von WIFI, BFI und Co. werden von den jeweiligen Stellen der Bundesländer gefördert. Am sinnvollsten ist es Themen auszusuchen, die Sie in Ihrem Berufsfeld brauchen können – vor allem Qualifizierungen im technischen und digitalen Bereich sind gefragt.

Wenn Sie gern selbstständig lernen, bietet das Internet heute ein breites Angebot an kostenlosen Seminaren, Videokursen oder auch interaktiven Lernseiten. Achten Sie dabei auf die Glaubwürdigkeit des Instituts oder Anbieters. Zu guter Letzt bieten Stadtbibliotheken einen Schatz an kostenlosem Wissen in vielen Formen.

Auch die ungeliebten Lücken im Lebenslauf können Sie übrigens umgehen, indem Sie Weiterbildungskurse und Zertifikate anführen.

Vorteile auf mehreren Ebenen: Das Ehrenamt

Warum nicht die Zeit nutzen, um etwas Gutes zu tun? Ehrenamtliche Tätigkeiten wie Lernhilfe, Sporttraining oder Umweltschutz haben viele Vorteile. Erstens fühlen Sie sich selbst nützlich, zweitens bewirken Sie aktiv etwas für die Gesellschaft und drittens schätzen es Arbeitsgeber, wenn Menschen sich privat engagieren und weiterentwickeln. Erzählen Sie, was Sie im Ehrenamt gelernt haben, das Sie auch in der Arbeit einsetzen können: Ausdauer, Organisationstalent, Selbstständigkeit etc.

Wenn der Neuanfang winkt

Wenn es dann endlich so weit ist und Ihre nächste Stelle in Aussicht ist, bleibt Ihnen nur noch eines zu tun: Entspannen und die verbleibende Freizeit genießen. Sie haben es sich verdient, für die ereignisreiche Anfangszeit im Job dürfen Sie nun Kraft sammeln.

Tipps für den erfolgreichen Start im neuen Job

Neuer Job – neues Glück! Damit Sie mit vollem Tatendrang, Interesse und Elan in Ihre neue Herausforderung starten können, haben wir die wichtigsten Tipps für Sie zusammengestellt. So gewinnen Sie gleich am ersten Tag alle Sympathien.

Unternehmensinfos auffrischen

Manchmal vergeht viel Zeit zwischen Jobzusage und dem ersten Tag am Arbeitsplatz. Nutzen Sie diese Zeit, um sich über Ihren künftigen Arbeitgeber schlau zu machen: Stöbern Sie auf der Homepage, lesen Sie aktuelle Nachrichten und verfolgen Sie auf Social Media, wie Ihr Arbeitgeber auftritt. Das gibt Ihnen auch schon einen ersten Einblick in die Unternehmenskultur, und Sie können sich an Ihrem ersten Tag gleich gut integrieren. 

Anreise vorbereiten

Wie in der Schule gilt auch hier: Überlegen Sie, wie lange die Anreise zu Ihrem Arbeitsplatz dauern wird, und planen Sie entsprechend. Am ersten Arbeitstag sollten Sie auf jeden Fall pünktlich kommen, noch besser ein paar Minuten vor der Zeit. Recherchieren Sie Adresse und welche Verkehrsmittel Sie nehmen müssen. Wenn Sie mit dem Auto fahren, planen Sie Pufferzeiten für eventuelle Staus und die Parkplatzsuche mit ein. 

Begrüßung & Kennenlernen

Am ersten Tag gibt es die große Vorstellungsrunde. Stellen Sie sich darauf ein und halten Sie ein Lächeln und einen festen Händedruck bereit. Sie werden sich nicht alle Namen sofort merken, aber das erwartet auch keiner von Ihnen – die ersten Tage dienen eher zum gegenseitigen Beschnuppern und Kennenlernen. Wichtig ist, dass Sie einen sympathischen Eindruck hinterlassen – präsentieren Sie sich also zumindest in den ersten Tagen von Ihrer besten Seite.

Mut zur Neugierde

Niemand startet allwissend in einen neuen Job – noch weniger, wenn Sie in einem neuen Berufsfeld oder in einer neuen Branche Fuß fassen. Nutzen Sie Ihren Status als neuer Mitarbeiter und erfragen Sie alles, was noch unklar ist: Organisatorisches wie Zugänge, Stempelkarten, Arbeitskleidung und Co. oder auch inhaltliche Fragen zu Ihrem speziellen Aufgabengebiet. Notieren Sie die wichtigsten Punkte und fragen Sie nach, wenn Sie etwas nicht verstehen – gerade am ersten Tag wird man sich besonders um Ihr gutes Onboarding im neuen Team kümmern. 

Pausen

Was wäre der Arbeitsalltag ohne Pausen. Zeigen Sie sich jedoch nicht zu interessiert an Arbeitsunterbrechungen – schließlich hat man Sie eingestellt, um gute Arbeit zu leisten. Dennoch können Sie sich gerne anschließen, wenn Kollegen Sie zum Mittagessen mitnehmen oder gemeinsam einen Kaffee trinken möchten. Nutzen Sie diese Gelegenheiten, um soziale Beziehungen am Arbeitsplatz aufzubauen und informell offene Fragen zu klären. 

Feierabend

Geschafft – endlich ist der erste Tag vorbei! Beenden Sie Ihren ersten Tag mit dem gleichen guten Eindruck, mit dem Sie gestartet sind. Seien Sie nicht der erste, der vor Feierabendfreude aufspringt und rausläuft. Fragen Sie, ob es noch etwas zu erledigen gibt und verabschieden Sie sich von Ihren Kollegen bevor Sie gehen.

Frust im Job? Gründe für einen Jobwechsel – und dagegen

Dauerfrust im Job, keine Lust mehr aufs Büro oder ganz einfach Lust auf was Neues? Ein Jobwechsel ist ein großer Schritt und will gut überlegt sein. Dennoch gibt es gute Gründe dafür, sich anderweitig umzusehen – und im Fall des Falles den Wechsel zu wagen. Denn: Wer langfristig in einer unbefriedigenden beruflichen Situation stecken bleibt, macht sich im schlimmsten Fall nicht nur mehr Ärger, sondern kann sogar krank werden. 

Egal ob mit 20 oder mit 55: Grundsätzlich ist eine berufliche Veränderung immer dann sinnvoll, wenn sie mit einem konkreten Ziel verbunden ist. Nur wegen einer schlechten Arbeitswoche alles hinzuschmeißen, lohnt sich meist nicht – immerhin ist kein Job perfekt. Statt aus einem Fluchtgedanken heraus zu handeln, gilt es, sich gut zu überlegen, was dem Wunsch nach einem Wechsel zugrunde liegt – und entsprechend zu handeln. Nur so können überzogene Erwartungshaltungen an den neuen Job verhindert werden.

Das spricht für einen Jobwechsel 

Dauerhafte Unzufriedenheit und negativer Stress im Job
Auch der Traumjob kann kräfteraubend sein. Wenn der Stress aber dauerhaft als negativ empfunden wird und eine permanente Unzufriedenheit zu spüren ist, wirkt sich das negativ auf Ihre körperliche und psychische Gesundheit aus. Dann ist es höchste Zeit, den Job zu wechseln.

Fehlende Perspektiven im Karriereweg
Egal in welchem Alter: Niemand muss sich mit einem Stillstand in der beruflichen Entwicklung abfinden. Bietet Ihnen der Arbeitgeber in Ihrer derzeitigen Position keine weiteren beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten, können Sie sich ruhig nach anderweitigen Optionen umsehen.

Ihre Prioritäten haben sich verändert
Vielleicht möchten Sie einen ruhigen Job, reduzierte Geschäftsreisen oder weniger Überstunden. Möglicherweise hat sich Ihr Wohnort geändert und Sie möchten nicht mehr jeden Tag einen Teil Ihrer Freizeit im Stau verbringen. Oder Sie möchten einfach mehr Zeit mit Ihrer Familie verbringen – all das sind gute Gründe, eine berufliche Veränderung zu planen.

Schlechte Gründe für einen Jobwechsel​

Eine hitzige Diskussion am Arbeitsplatz oder ein verpatztes Projekt müssen nicht gleich dazu führen, den Job zu wechseln. Vielmehr können diese Situationen Anlass dafür sein, sich zu überlegen, was man vom Job erwartet – und ob man im Großen und Ganzen mit der Lage zufrieden ist. In manchen Fällen hilft auch der Gang zum Vorgesetzten: Bringen Sie Vorschläge ein, wie sich die Situation für Sie verbessern könnte. Nicht selten ergeben sich aus solchen Gesprächen gute Lösungen für beide Seiten.

Mediation statt Streiten
Das Betriebsklima ist ein ausschlaggebender Grund, warum man sich an seinem Arbeitsplatz wohl fühlt – oder eben nicht. Bedenken Sie aber, es kann in jedem Unternehmen Menschen geben zu denen man „keinen Draht” findet. Bevor Sie sich aber von einem Kollegen ihren Arbeitsplatz vermiesen lassen, suchen Sie erst einmal das Gespräch mit der Person. Vielleicht gibt es Missverständnisse, die ausgeräumt werden können. Am besten holen Sie sich eine dritte unparteiische Person als Mediator dazu.

Mehr Gehalt? Kein Grund zum Jobwechsel
Auch der Wunsch nach mehr Gehalt​ muss nicht zwangsläufig zu einem Jobwechsel führen. Bitten Sie Ihren Vorgesetzten um ein Gespräch zur Gehaltsanpassung und legen Sie sich Argumente zurecht, inwiefern Sie zum Fortkommen der Firma beitragen. Selbst wenn keine Gehaltserhöhung möglich ist, können Sie vielleicht finanzielle Unterstützung für Fortbildungskosten oder zusätzliche Benefits wie eine kostenlose Jahreskarte oder einen Firmenwagen herausholen. Besprechen Sie auch die Möglichkeit eines Bonus-Systems: Wenn Sie bestimmte Ziele erreichen, gibt es dafür eine einmalige Zusatzzahlung. So wissen beide Seiten, woran Sie sind – und Ihr Job ist erstmal wieder sicher.

Vorsicht: Wo anders ist nicht alles besser
Wer schon länger in einem Unternehmen arbeitet, wird mit der Zeit mitunter betriebsblind. Ärgerliche oder nervige Eigenschaften des Jobs werden plötzlich unerträglich, als einziger Ausweg winkt der Jobwechsel. Das kann, muss aber keine Lösung sein: Auch in anderen Jobs gibt es nervige Kollegen, lästige Vorgesetzte und langweilige Aufgaben. Lassen Sie sich genau durch den Kopf gehen, wie gut Ihre aktuellen Chancen am Jobmarkt stehen – und im besten Fall von Profis wie uns beraten. Gemeinsam finden wir die passende Strategie für Ihre weitere Karriere – und damit steht Ihrem beruflichen Glück nichts mehr im Wege.

 

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