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Wege zum perfekten Job: So finden Sie Ihren Traumjob und bewerben sich richtig

Jeder hat sich im Leben schon einmal diese Fragen gestellt: Welche Tätigkeit passt zu mir? Welche Arbeit macht mich glücklich? Was ist denn eigentlich mein Traumberuf? Eine einfache Antwort gibt es darauf nicht, denn für ein erfülltes Berufsleben sind viele Faktoren wichtig.

Was ist überhaupt ein Traumjob?

Der ideale Job – viele meinen, das ist der Job, der am Ende des Monats das meiste Geld aufs Konto bringt. Gute Bezahlung ist natürlich wichtig und macht das Leben leichter, aber Vorsicht: Geld ist nicht alles, das gilt auch im Berufsleben. Viele andere Punkte sind auf dem Weg zum perfekten Arbeitsplatz zu beachten:

Persönliche Interessen:
Ein wichtiger Aspekt, denn das Arbeitsgebiet sollte im Idealfall Spaß machen und die eigenen Neigungen widerspiegeln. So hat jemand, der für sein Leben gern bastelt und schraubt, sicher große Freude an einem handwerklichen Beruf. Wenn Sie eine kommunikative Person sind und gerne mit anderen Menschen in Kontakt treten, finden Sie aber einen Job im Kundendienst sicher spannender. Interessant ist dabei auch die Frage, ob Sie Ihren Job sinnvoll und wertvoll finden. Wenn Sie das Gefühl haben, etwas zu bewegen, sind Sie im Berufsalltag bestimmt zufriedener.

Talente und Fähigkeiten:
Bei der Suche nach dem Traumjob sollten Sie sich auch diese Frage stellen: Worin bin ich wirklich gut? Wenn Sie Erfolgserlebnisse statt Frust suchen, ist es wichtig, dass Sie Ihren Aufgaben gewachsen sind und das Gefühl haben, Ihre Talente auch richtig einzusetzen. Das wird in Ihrem beruflichen wie auch im privaten Umfeld positiv aufgenommen und gibt Ihnen Selbstvertrauen und Zufriedenheit.

Arbeitsumfeld:
In allen Umfragen bei Angestellten ganz weit oben, wenn es um die Zufriedenheit im Job geht: die Kollegen und Vorgesetzten. Ein freundliches Arbeitsklima mit Menschen, mit denen Sie bei einem Kaffee auch gern übers Wochenende plaudern. Ein Team, das Sie an stressigen Tagen unterstützt und wertschätzt. Das sind unbezahlbare Faktoren für glückliche Mitarbeiter. Niemand schätzt Kollegen, die sich wegdrehen, wenn man einmal Hilfe braucht, oder hinter dem Rücken anderer über diese schlecht reden. Dasselbe gilt für einen guten Chef: gute Manager-Qualitäten wie Offenheit, Überblick und Verständnis für die Bedürfnisse der Belegschaft sind unbezahlbar.

Work-Life-Balance:
Eine wichtige Frage, die beim Thema Traumjob oft vergessen wird. Auch wenn gute Bezahlung und nette Kollegen toll sind, sollte man auch an die eigenen Lebensumstände denken: Haben Sie Partner, Kinder, zu pflegende Angehörige oder andere Verpflichtungen? Diese können es im Alltag besonders wichtig machen, dass Sie zum Beispiel klare Arbeitszeiten haben und nicht regelmäßig mit unerwarteten Überstunden konfrontiert sind. Andere Menschen haben dafür unter der Woche gern mal einen Tag frei und finden deshalb Schichtdienste attraktiv.

Persönliche Entwicklung:
Schnell vergisst man bei einem guten Job, den man gerne macht: Wo will ich in fünf oder zehn Jahren sein? Gibt es berufliche Aufstiegschancen? Kann ich mich fachlich oder persönlich weiterbilden? Welche Angebote macht mein Arbeitgeber in diesem Bereich? Die Anforderungen der Berufswelt und die eigenen Interessen können sich im Laufe der Jahre verändern. Darum ist es wichtig, auch Aspekte wie Aufstiegsmöglichkeiten und Fortbildung zu bedenken, wenn wir von einem „perfekten“ Job reden.

Job versus Beruf und Berufung

Den einen Traumjob gibt es also nur selten. Ein Abwägen aller wichtigen Punkte ist nötig, um zu erkennen, welche Faktoren eine Anstellung wirklich zum idealen Job machen – und diese Faktoren können sich im Laufe des Lebens natürlich je nach individueller Situation auch verschieben. Der Traumjob ist deshalb nicht zwangsweise immer die große Berufung, die wir vielleicht einmal spüren oder als Kinder anscheinend so klar vor Augen hatten.

Drei wichtige Indizien für einen Traumjob

Gerade in einem Land wie Österreich, in einer Zeit wie heute, gibt es eine fast unendliche Anzahl von Berufswegen, die wir einschlagen können. Zahlreiche Ausbildungen und Fortbildungsmöglichkeiten stehen auf der Suche nach dem idealen Job offen. Eine kleine Hilfe auf dieser Suche sind aber diese drei Fragen:

  • Was kann ich gut? Eine Arbeit, die zu Ihren persönlichen Kompetenzen und Fähigkeiten passt, ist eine gute Arbeit. Wenn Sie Ihre Talente kennen und das Gefühl haben, diese können durch Förderung und Fortbildung auch wachsen, ist das ein guter Start.
  • Welcher Job passt zu meiner Persönlichkeit? Wenn Sie an Ihren Traumjob denken, denken Sie an sich selbst, an Ihre Charaktereigenschaften: Was sind meine Interessen? Was macht mir Spaß und was mag ich überhaupt nicht? Wie verbringe ich gerne den Tag, und mit welchen Menschen?
  • Was treibt mich wirklich an? Überlegen Sie, was Sie motiviert, morgens aufzustehen. In welche Arbeitsstätte möchte ich fahren? Welche Aufgaben erwarten mich dort, welche Tätigkeiten? Was sind meine Bedürfnisse und was möchte ich wirklich erreichen?

Wo fange ich mit der Jobsuche an?

Die obigen Fragen helfen Ihnen, ein Gefühl dafür zu entwickeln, was Sie sich von einem erfüllten Beruf erwarten. Mit ein paar weiteren Schritten können Sie dann systematisch die Suche nach dem richtigen Job beginnen:

Überlegen Sie, welche Art von Job Sie suchen.
Vergleichen Sie die Tätigkeiten und Arbeitsbedingungen verschiedener ausgeschriebener Jobs mit Ihren eigenen Vorstellungen. Klicken Sie auch auf Jobinserate, die vielleicht auf den ersten Blick nicht passend scheinen und schauen Sie, welche Aufgaben und Erwartungen dazugehören. Sie werden manchmal überrascht sein.

Bewerten Sie Ihre Fähigkeiten.
Überlegen Sie sich, wo Ihre Kompetenzen, Ihre Stärken und Schwächen liegen. Seien Sie dabei ehrlich mit sich selbst und versuchen Sie nicht, sich zu über- oder unterschätzen. Oft fällt die eigene Beurteilung schwer. Fragen Sie auch Familie, Freunde oder alte Kollegen nach einer ehrlichen Einschätzung darüber, mit welchen Fähigkeiten Sie auftrumpfen können.

Setzen Sie sich Karriereziele.
Wo wollen Sie in einem Jahr sein? Wo wollen Sie in fünf Jahren sein? In welcher Branche oder in welchem Beruf sehen Sie sich? Welche Position auf welcher Ebene wollen Sie mittel- und langfristig einnehmen? Diese Fragen helfen Ihnen dabei, die Jobsuche und etwaige benötigte Weiterbildungen zu planen.

Prüfen Sie, was die Kompetenzen und Berufe der Zukunft sind.
Auf der Suche nach dem perfekten Job ist es auch wichtig, dass Sie langfristig in diesem Job bleiben können. Deshalb sollten Sie beachten: Welche Branchen haben eine Zukunft, wo werden in den nächsten Jahren besonders viele Kräfte gesucht? Welche Fähigkeiten sind am Arbeitsmarkt begehrt? Stellen Sie sicher, dass Ihr Traumjob keine Eintagsfliege wird.

Lassen Sie sich von einem Personaldienstleister unterstützen.
Sie sind auf Ihrer Suche nicht allein. Abgesehen von Beratungs- und Fortbildungsangeboten wie jenen des Arbeitsmarkt Service (AMS) bietet Ihnen auch ein verlässlicher Personaldienstleister Unterstützung. Für einen solchen ist es immer das Ziel, eine gute, faire und gesunde Arbeitswelt zu schaffen. Beratung und Unterstützung finden hier auch temporäre Arbeitskräfte, die sich im Rahmen der Zeitarbeit neue Kompetenzen aneignen, neue Berufsfelder kennenlernen und ihrem idealen Job dadurch schnell einen Schritt näherkommen.

Fazit: Der perfekte Job ist mehr als Geld

Der Traumjob – ein Traum. Für ein erfülltes Berufs- und damit auch Privatleben ist es ganz wichtig, dass wir uns darüber bewusst werden, wie wir arbeiten und leben wollen. Und das nicht nur heute, sondern auch in zehn oder zwanzig Jahren. Beachten Sie also all die Faktoren, die wichtig sind: Fähigkeiten, Interessen, Menschen, Bedürfnisse – und vieles mehr. So finden Sie einen erfüllenden Beruf, der zu Ihrem Leben passt.

Die wichtigsten Fragen zu Ihrem Lebenslauf – beantwortet

Der Lebenslauf ist Ihre Visitenkarte für jede Bewerbung. Deswegen sollten Sie dabei einige wichtige Punkte beachten. Welche das sind, verraten wir Ihnen in diesem Artikel.

Was gehört in die persönlichen Daten beim Lebenslauf?

Name, Adresse, Foto und Telefonnummer. Dass diese Dinge in den Lebenslauf gehören, ist bekannt. Doch ist es auch wichtig, in welche Grundschule Sie gingen? Oder welche Hobbys Sie haben? Erfahren Sie hier, was wirklich in einen Lebenslauf gehört.

Kontaktdaten

Ganz zu Beginn Ihres Lebenslaufs geben Sie Ihre Kontaktdaten an. Dazu gehören Adresse, Telefonnummer und Mailadresse. Ebenfalls ganz am Anfang fügen Sie ein Foto von sich ein – so kann sich der Arbeitgeber gleich ein Bild von Ihnen machen.

Berufserfahrung

Jetzt geht’s ans Eingemachte! Sie sollten mit Ihrer Berufserfahrung beginnen. Ausnahme: Sie kommen frisch von der Uni und haben noch wenig bis keine Berufserfahrung. Dann starten Sie mit Ihren Praktika bzw. mit Ihrer Ausbildung.

Bei der Beschreibung Ihrer berufliche Laufbahn, beginnen Sie mit der aktuellen bzw. der am kürzesten beendeten Stelle. Der Lebenslauf wird also nicht chronologisch, sondern mit dem am wenigsten lang zurückliegenden Ereignis begonnen.

Ausbildung

Halten Sie die vorhin angesprochene Chronologie auch bei der Ausbildung ein. Führen Sie den höchsten Bildungsabschluss zuerst an. Allerdings müssen Sie Ihren Arbeitgeber nicht darüber informieren, in welche Grundschule Sie gingen. Die Nennung des Gymnasiums ist völlig ausreichend.
Vergessen Sie bei den Ausbildungen keinesfalls Ihre Weiterbildungen. Denn diese signalisieren dem Arbeitgeber, dass Sie motiviert und lernwillig sind.

Fremdsprachen

Unter diesem Punkt geben Sie Ihre Muttersprache an. Zusätzlich nennen Sie die Sprachen, die Sie beherrschen. Geben Sie an, ob Sie die Sprachen gut oder sehr gut beherrschen oder nur über Grundkenntnisse verfügen.

Kenntnisse

Ob Photoshop, InDesign oder HTML – Kenntnisse können Sie auf dem Arbeitsmarkt nicht zu viel haben. Geben Sie also an, was Sie im Laufe Ihrer Ausbildung und Ihrer Arbeitserfahrung gelernt haben. Führerscheine nennen Sie übrigens ebenfalls unter diesem Punkt.

Anlagen

Alles abgearbeitet? Dann hängen Sie zum Schluss noch Ihre Zeugnisse, Arbeitszeugnisse und Fotokopien des Führerscheins an.

Wird der Lebenslauf unterschrieben?

Offizielle Dokumente müssen unterschrieben werden – ein Lebenslauf jedoch nicht. Denn immerhin ist dieses Dokument kein Vertrag. Wenn Sie aber möchten, können Sie den Lebenslauf natürlich unterschreiben. Dies kann dazu beitragen, dass der Lebenslauf seriöser wirkt.

Wie ausführlich sollte ein Lebenslauf sein?

In der Kürze liegt die Würze. Das gilt auch beim Lebenslauf. Achten Sie deswegen darauf, dass er nicht länger als zwei bis drei Seiten lang ist. Beschränken Sie sich auf die wichtigsten Punkte. Ebenfalls interessiert Ihren potenziellen Arbeitgeber wenig, welchen Beruf Ihre Eltern ausgeübt haben.

Hobbys im Lebenslauf – ja oder nein?

Hobbys können Sie im Lebenslauf nennen. Besonders wenn Sie wenig Arbeitserfahrung haben, kann sich die Nennung von Hobbys als hilfreich erweisen. Allerdings sollten Sie allzu exotische Hobbys wie Bungee-Jumping besser für sich behalten. Lesen Sie dazu auch unseren Blogbeitrag “Der richtige Umgang mit Hobbys im Lebenslauf“.

Lebenslauf an jedes Stelleninserat anpassen

Passen Sie Ihren Lebenslauf für jedes Stelleninserat individuell an. Das bewirkt, dass dieser nicht zu lang wird und passend für jede ausgeschriebene Stelle die entscheidenden Punkte genannt werden.

Warum sollte mein Lebenslauf lückenlos sein?

Lücken im Lebenslauf sind an sich kein Problem. Ob aufgrund von Corona, einem Auslandsjahr oder einer Krankheit – arbeitsfreie Zeiten sind keine Seltenheit. Doch wenn Sie versuchen, den Recruiter mit vagen Zeitangaben übers Ohr zu hauen, dann geht dieser Schuss garantiert nach hinten los. Personaler haben dafür nämlich ein Gespür. Stehen Sie deswegen besser zu den Lücken in Ihrem Lebenslauf. Erklären Sie im Gespräch, wie es dazu kam und schildern Sie, wie Sie die arbeitsfreie Zeit positiv genutzt haben. Damit punkten Sie garantiert. Auch hierzu gibt es bereits einen interessanten Blogbeitrag: “Lücken im Lebenslauf? So argumentieren Sie richtig“.

Wie kann ich einen Lebenslauf erstellen?

Sie können Ihren Lebenslauf ganz klassisch in Word selbst erstellen. Es gibt mittlerweile aber auch etliche Programme, die Ihnen bei der Erstellung Ihres Lebenslaufs behilflich sind. Eine einfache Suchmaschinenanfrage genügt, um diese zu finden. Wählen Sie zwischen vielen Vorlagen und kreieren Sie mittels Farbwahl und Design Ihren ganz individuellen Lebenslauf. Alternativ können Sie sich auch unsere kostenlosen Bewerbungsvorlagen ansehen.

Was ist ein tabellarischer Lebenslauf?

Die gängige Form, in der Sie einen Lebenslauf erstellen, ist der tabellarische Lebenslauf. In der linken Spalte finden die Zeitangaben Platz, in der rechten werden die ausgeübten Tätigkeiten bzw. die Ausbildungen näher beschrieben.

Welche Schriftart und Schriftgröße eignet sich für den Lebenslauf?

Achten Sie auf eine lesbare und vor allem gängige Schriftart. Spielereien beim Lebenslauf sind nicht gerne gesehen.

Sind kostenlose Lebenslauf-Vorlagen professionell?

Sie haben Sorge, dass eine Vorlage nicht professionell wirken könnte? Völlig zu Unrecht. Sie dürfen ohne Bedenken Vorlagen verwenden. Ihr Lebenslauf wirkt dadurch seriös und es ist sichergestellt, dass Sie die korrekte Reihenfolge einhalten.

Wo wird der Lebenslauf in der Bewerbungsmappe eingeordnet?

Versenden Sie Ihre Bewerbung per Mail, fügen Sie Motivationsschreiben und Lebenslauf einfach der Mail hinzu. Doch was, wenn Sie zum Vorstellungsgespräch geladen werden? Ist dies der Fall, sollten Sie Ihre Mappe nach dem Anschreiben wie folgt ordnen:

  • Deckblatt
  • Lebenslauf
  • Zeugnisse
  • Empfehlungsschreiben
  • Zertifikate

Welches Dateiformat sollte ich für meinen Lebenslauf verwenden?

Wenn Sie Ihren Lebenslauf per Mail versenden, sollten Sie als Dateiformat unbedingt PDF verwenden. Damit ist sichergestellt, dass Ihr Lebenslauf mit jedem Betriebssystem geöffnet werden kann.

Die Suche nach Jobs in den sozialen Medien – ein Wegweiser

Social Media Profile & Jobsuche: steigender Trend

Soziale Medien sind allgegenwärtig: Fast jeder von uns nutzt Facebook, Instagram oder hat gar schon den Sprung zu TikTok gemacht. Aber nicht nur Information, Unterhaltung und Kontakt zu Freunden spielen auf Social Media eine Rolle. Auch die Jobsuche verlagert sich immer mehr in diesen Bereich, der Trend geht steil nach oben. Waren es 2021 noch 10 Prozent, die dort nach neuen Positionen suchten, sind es 2022 schon 21 Prozent.

Das kommt auch bei den Unternehmen an. Immer mehr bieten in ihrer Social-Media-Präsenz direkte Infos zu offenen Stellen. Und weil Instagram und Co. von einem Großteil der Menschen am Handy genutzt werden, müssen die Inhalte fürs mobile Betrachten angepasst sein. Die Vorreiter unter den Arbeitgebern gehen hier noch weiter: Sie leiten Bewerber, die sich vielleicht ohne Zögern bewerben wollen, sofort auf eine Seite weiter, wo sie ihre Kontaktdaten eingeben können. Oft gibt es auch die Option, den eigenen Lebenslauf oder Arbeitszeugnisse als Datei direkt vom Handy aus hochzuladen.

Mehr Bewerber durch Social Media

Der Vorteil der Bewerbersuche in den sozialen Medien liegt für Arbeitgeber auf der Hand: Auf Jobbörsen erkundigen sich nur die aktiv nach Arbeit suchenden Menschen nach freien Stellen. Diese machen aber nur 15 Prozent der potentiellen Mitarbeiter aus. Die anderen 85 Prozent sind aktuell in einer Anstellung – aber dennoch offen für einen neuen Job. Postings auf Plattformen wie Facebook oder LinkedIn erreichen auch diese Menschen und bescheren den Arbeitgebern potenziell viel mehr interessante Bewerber.

Chancen und Risiken der Jobsuche in sozialen Medien

Für die Bewerberseite sind soziale Medien eine große Chance: Unkompliziertes Finden offener Stellen, schnelle Bewerbungsprozeduren – und vor allem die Möglichkeit, sich selbst kompetent und sympathisch darzustellen. Mit Ihrem Profil auf Facebook oder LinkedIn können Sie die Personalverantwortlichen eines Unternehmens auf sich aufmerksam machen und Interesse wecken.

Dazu ist es aber ganz wichtig, die gesamten Inhalte des jeweiligen Social-Media-Profils zu kennen und zu überprüfen. Ihre Web-Präsenz kann nämlich auch Schaden anrichten: Wenn Sie unangemessene, unseriöse Bilder oder Status-Meldungen in Ihrem Verlauf haben, geht die Bewerbung schnell nach hinten los. Unternehmen suchen nach Personen, die freundlich, kompetent und seriös wirken. Freizügige Bilder vom Badeurlaub oder Texte mit wirren politischen Ansichten sind dagegen schnell ein Grund, den Bewerber nicht einzuladen.

Tipps & Tricks – so punkten Sie mit Ihrem Online-Auftritt

Wenn Sie Ihre Social-Media-Profile für Personaler interessanter machen wollen, dann sollten Sie folgende Punkte auf jeden Fall bedenken:

Unangemessene Inhalte oder beleidigende Posts löschen

Kein Unternehmen möchte Mitarbeiter, die stark polarisieren oder gar diskriminierende Meinungen vertreten. Teilen Sie deshalb keine hetzerischen Inhalte. Überlegen Sie ganz genau, ob das eine oder andere Posting nicht vielleicht rassistisch, sexistisch oder homophob wirkt. Löschen Sie solche Beiträge und auch ähnlich unangemessene Kommentare Ihrer jeweiligen Social-Media-Kontakte.

Achten Sie auch auf Ihre Freundes- und Kontaktlisten und welchen Profilen oder Seiten Sie auf Facebook, Instagram, Twitter & Co. folgen – und löschen Sie gegebenenfalls die Verbindung. Kaum ein Unternehmen lädt Menschen zum Bewerbungsgespräch ein, die politisch extreme Ansichten vertreten, über spezifische Religionen lästern, oder sonstige Dinge verbreiten, die gesellschaftlich nicht akzeptabel sind. Auch auf den ersten Blick unschuldig wirkende derbe Witze und vulgäre Sprache sind bei Personalern nicht unbedingt gern gesehen.

Bild und Video: Wie präsentieren Sie sich?

Sie sollten auf Bildern natürlich sympathisch wirken, und in vielen sozialen Medien geht es um Familie, Freunde, Freizeit und Urlaub – daran ist nichts falsch. Aber: Bilder oder Videos, in denen Sie fast nackt am Strand liegen, exzessiv Alkohol konsumieren oder grölend auf dem Tisch tanzen, machen Sie nicht zur ersten Wahl für ein Job-Interview. Achten Sie hier auch genau auf Verlinkungen und Tags, durch die Sie in den Fotos anderer Kontakte aufscheinen könnten.

Positiv fallen Sie wiederum auf, wenn man Ihr persönliches Engagement sieht: Sie babysitten gerne die Nachbarskinder? Sie sind bei der freiwilligen Feuerwehr oder im Sportverein? Das zeigt, dass Sie ein interessierter, sozialer und aktiver Mensch sind – und nach solchen Leuten wird am Jobmarkt gesucht.

Tabu: Ungereimtheiten und schlecht über die Arbeit reden

Auch darauf sollten Sie achten, wenn Sie Ihre Social-Media-Profile durchforsten: Schlechte Aussagen über bisherige Arbeitgeber, Beschwerden über den Job, vielleicht sogar Aussagen wie „Ich gehe in den Krankenstand, ich habe heute keine Lust auf Arbeit“ – das geht gar nicht. So wirken Sie auf Unternehmen wie ein wenig loyaler Angestellter, der noch dazu negativ über den Chef redet.

Wichtig ist auch, dass auf Ihren Profilen keine Ungereimtheiten entstehen. Ein Beispiel: In Ihrem Lebenslauf geben Sie an, dass Sie bis im Vormonat jahrelang bei einer Firma angestellt waren. Aber Fotos, Textbeiträge und ähnliches in Ihren sozialen Medien zeigen, dass Sie im letzten Jahr fünf Monate arbeitslos waren und diese im Ausland mit Urlaub verbracht haben. Da ist eine kleine Lüge schnell enttarnt – und Ihre Bewerbung landet vielleicht im Mülleimer.

Ein neues Profil – am besten mit LinkedIn

Sie wollen in sozialen Medien nicht auf private, lustige Dinge und zwanglose Kommunikation mit Freunden verzichten? Das ist Ihr gutes Recht. Empfehlenswert ist dann aber, dass Ihr Profil nicht durch Foto oder Namen auffindbar ist, beziehungsweise dass nur Ihre wirklich engen privaten Kontakte Einblick haben. Erstellen Sie dann einfach parallel Ihre eigenen Social-Media-Profile fürs Berufliche. Diese können Sie genau so gestalten, dass Sie für Personaler ansprechend und seriös wirken.

Die beste Social-Media-Plattform hierfür ist LinkedIn. Es wurde speziell für Karriere und berufliche Kontakte entwickelt. In Europa hat das Netzwerk schon fast 140 Millionen Mitglieder. LinkedIn ermöglicht Ihnen, sich sympathisch und professionell zu präsentieren. Sie können Ihre Qualifikationen und Berufserfahrungen angeben und von Ihren Kontakten bestätigen lassen.

Teilen Sie relevante und interessante Inhalte, die zu Ihren beruflichen Interessen passen. Sie können sich im großen LinkedIn-Netzwerk auch direkt bei Unternehmen bewerben – und umgekehrt von diesen auf ihrer Mitarbeitersuche direkt gefunden und angesprochen werden.

Fazit: Social Media kann sich lohnen, aber auch schaden

Fast keiner kommt heutzutage an Social Media vorbei – das gilt inzwischen auch für Jobsuche und Karriere. Es ist daher wichtig, dass Sie Ihre Profile genau anschauen und – wo nötig – anpassen: Wer kann öffentlich welche Inhalte sehen? Mache ich einen seriösen, kompetenten, sympathischen Eindruck? Wenn Sie auf mögliche Fehler und Ausrutscher achten und Ihre Stärken gut präsentieren, können Sie soziale Medien für sich und Ihre Karriere nutzen. Wenn Sie schlampig sind und dennoch über Social Media mit Unternehmen in Kontakt kommen, kann das Ihre Jobsuche aber unnötig erschweren.

Bewerben und Arbeiten als Nicht-Österreicher

Wohlhabendes Land, hohe Lebensqualität, starke Wirtschaft: Österreich ist auch bei Menschen aus anderen Ländern ein beliebter Ort fürs Leben und Arbeiten. Es gibt aber bei der Jobsuche einige Dinge zu beachten.

In Österreich werden immer Arbeitskräfte gesucht, und in einigen Branchen ist der Bedarf besonders hoch. Trotzdem müssen Interessierte aus dem Ausland bedenken, dass es verschiedene Regeln und Voraussetzungen gibt. Nicht jeder darf in Österreich ohne weiteres arbeiten. Ganz grundsätzlich gilt: Arbeitnehmer brauchen hier für die Arbeit eine Aufenthaltserlaubnis und eine Arbeitserlaubnis.

  • Sie sind Bürger eines Mitgliedsstaats der Europäischen Union (EU), oder Bürger eines Mitgliedsstaats des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) – also Island, Liechtenstein oder Norwegen – oder Schweizer Bürger? Das macht vieles einfacher. Dann dürfen Sie ohne weitere Bewilligungen in Österreich arbeiten und wohnen.
  • Staatsbürger, die nicht aus der EU, dem EWR oder der Schweiz kommen, sind so genannte Drittstaatsangehörige. Um eine Arbeitserlaubnis zu erhalten, benötigen sie eine Aufenthaltsgenehmigung für Österreich. Man spricht vom „Aufenthaltstitel“. Davon gibt es verschiedene Arten.

Wichtig: Der Aufenthaltstitel

Die meisten Menschen, die als Migranten in Österreich leben, haben schon einen Aufenthaltstitel, mit dem sie im Land auch arbeiten dürfen. Natürlich gilt das aber nicht für alle, und nicht jeder lebt auch schon in Österreich. Weitere Möglichkeiten, den Aufenthaltstitel zu bekommen, sind deshalb zum Beispiel:

Für Bewerber mit hoher beruflicher Qualifikation oder Fachkräfte mit wichtigen Fähigkeiten gibt es einen einfacheren Zugang zum Arbeitsmarkt – in Form der Rot-Weiß-Rot-Karte und der Blauen Karte EU. Bei der Rot-Weiß-Rot-Karte gibt es verschiedene Kategorien, etwa für Uni-Absolventen, wichtige Fachkräfte oder Selbstständige. Ein Punktesystem entscheidet, ob Sie Anspruch haben.

Familiennachzug

Einen einfacheren Zugang zum Arbeitsmarkt gibt es teils für die Angehörigen von Personen, die eine „Niederlassungsbewilligung“, den Aufenthaltstitel „Daueraufenthalt – EU“ oder eine „Rot-Weiß-Rot-Karte“ besitzen. Wenn Sie zu diesem Kreis gehören, haben Ihr Ehegatte/Ihre Ehegattin und Ihre unverheirateten minderjährigen Kinder den rechtlichen Anspruch, zu Ihnen nach Österreich zu ziehen.

Dieser Familiennachzug ist allerdings „quotenpflichtig“: Jedes Jahr wird nur eine bestimmte Anzahl von Bewilligungen erteilt. Die nachgezogenen Familienangehörigen bekommen meistens eine „Rot-Weiß-Rot-Karte plus“. Mit dieser dürfen sie ohne Einschränkungen in Österreich arbeiten.

Weitere Aspekte sind für die Familienzusammenführung wichtig: So müssen etwa feste und regelmäßige Einkünfte vorhanden sein, damit Familienangehörige nachziehen können. Der Richtsatz für das Jahr 2022: für Alleinstehende 1.030,49 Euro, für Ehepaare 1.625,71 Euro und für jedes einzelne Kind weitere 159 Euro.

Saisonarbeit oder Studium: Beschäftigungsbewilligung

Eine andere Möglichkeit, eine Arbeitsgenehmigung zu erhalten, ist die Beschäftigungsbewilligung. Sie ist zum Beispiel für diese Gruppen wichtig: Studierende, Schüler und Personen, die Saisonarbeit in der Landwirtschaft oder im Tourismus ausüben wollen. Die Beschäftigungsbewilligung gilt nur für einen bestimmten Arbeitsplatz und eine bestimmte Tätigkeit. Sie ist befristet und wird maximal für ein Jahr ausgestellt. Der Arbeitgeber muss die Bewilligung für den Arbeitnehmer bei der regionalen Stelle des Arbeitsmarktservice (AMS) beantragen.

Für türkische Staatsbürger gibt es bei der Arbeitserlaubnis teils Erleichterungen. Diese gelten aber nicht immer und nicht sofort, es müssen einige Voraussetzungen beachtet werden. So haben Bürger der Türkei bei der erstmaligen Zulassung zum Arbeitsmarkt in Österreich noch keine Erleichterungen. Sie müssen schon eine ordnungsgemäße Anstellung in einem Mitgliedsstaat des EWR (Europäischer Wirtschaftsraum) nachweisen können.

Wichtig: Vorher informieren

Es gibt also verschiedene Möglichkeiten, eine Aufenthaltsgenehmigung und eine Arbeitserlaubnis zu bekommen. Dabei gelten immer andere Regeln und Voraussetzungen. Das Wichtigste für Bewerber ohne österreichische Staatsbürgerschaft ist daher immer: vorher informieren.

Viele Anlaufstellen bieten Auskunft und Informationen darüber, welche Option für Sie am günstigsten ist. Dazu gehören:

Eine wichtige Hilfe ist auch das AMS (Arbeitsmarktservice). Es erfüllt in Österreich die Aufgaben des Arbeitsamts und vermittelt Arbeitskräfte an Unternehmen. Eine wichtige Aufgabe ist auch die Unterstützung von Arbeitslosen und die Beratung von Firmen auf ihrer Suche nach Arbeitskräften.

Deutschkenntnisse

Angehörige von Drittstaaten, die nach Österreich einwandern oder weiterhin in Österreich bleiben wollen, müssen unter bestimmten Umständen deutsche Sprachkenntnisse nachweisen. Dies hängt wiederum von der jeweiligen Aufenthaltsgenehmigung und Arbeitserlaubnis ab.

Für Fachkräfte in Mangelberufen gibt es ja zum Beispiel die Möglichkeit der “Rot-Weiß-Rot-Karte”. Eine jährlich aktualisierte Liste der gesuchten Fachkräfte wird auf der Migrationsplattform der Österreichischen Bundesregierung veröffentlicht. Ein Punktesystem entscheidet hier, ob ein Bewerber für die Rot-Weiß-Rot-Karte in Betracht kommt. Dabei sind auch die deutschen Sprachkenntnisse ein wichtiger Faktor. Kenntnisse der deutschen Sprache sind in Österreich jedenfalls immer ein Vorteil – auch wenn sie für den angestrebten Job auf den ersten Blick nicht unbedingt notwendig sind.

Sprachkenntnisse werden mit dem „Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen“ beurteilt: Es gibt Level A1 bis Level C2. Erkundigen Sie sich also, ob Sie bei einem Zuzug aus dem Ausland für eine bestimmte Arbeit schon im Vorhinein Sprachkenntnisse haben müssen. In der Regel werden übrigens nur spezifische Nachweise anerkannt: Zertifikate des ÖIF, ÖSD, TELC oder des Goethe-Instituts.

Das führt auch zu einem anderen wichtigen Punkt, nämlich der Bewerbung: Auf ein österreichisches Job-Inserat, das auf Deutsch veröffentlicht wurde, sollten Sie unbedingt auch auf Deutsch – und mit deutschsprachigen Unterlagen – antworten.

Bewerben in Österreich – aber richtig

Wie in anderen Ländern, gibt es auch in Österreich spezielle Dinge, die im Bewerbungsschreiben Standard sind. Diese sollten Sie unbedingt beachten, damit die Personalabteilungen Ihre Bewerbung genauer anschauen.

  • Im Bewerbungsschreiben sollten Sie kurz und genau erklären, welche beruflichen Kenntnisse und Erfahrungen Sie bereits haben. Das Schreiben sollte nicht mehr als eine A4-Seite umfassen. Beziehen Sie sich am besten direkt auf das Unternehmen und zeigen Sie, dass Sie über seine Produkte oder Dienstleistungen schon informiert sind. Auf der Website der jeweiligen Firma finden Sie schnell die wichtigsten Fakten.
    Beenden Sie das Bewerbungsschreiben mit dem Datum und Ihrer händischen Unterschrift.
  • Der Lebenslauf sollte klar und übersichtlich sein. Ihre persönlichen Daten und Kontaktdaten sind selbstverständlich. Ihre Bildung/Ausbildung und die beruflichen Stationen und Tätigkeiten listen Sie chronologisch auf. Auch weitere relevante Kenntnisse (zum Beispiel Computer-Programme, Führerschein oder Fremdsprachen) gehören in den Lebenslauf.

In Österreich ist es auch nach wie vor Standard, ein aktuelles Porträtfoto im Lebenslauf einzubauen. Es sollte möglichst freundlich und professionell wirken. Nehmen Sie bitte keinen wackeligen Schnappschuss aus der Freizeit, denn das wirkt nicht seriös.

Das Bewerbungsgespräch

Wenn Sie zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen sind, können Sie die österreichische Firma persönlich von sich überzeugen. Höflichkeit und Pünktlichkeit sind hierzulande sehr wichtig. Seien Sie eher bescheiden, um nicht arrogant oder vorlaut zu wirken – das wird in Österreich nicht gern gesehen. Dafür wird hier oft noch Wert auf den akademischen Titel gelegt. Ihre Gesprächspartner werden es meistens schätzen, wenn Sie sie zum Beispiel mit „Herr Doktor“ oder „Frau Magister“ ansprechen.

Die Kleidung beim Bewerbungsgespräch sollte ordentlich sein und zum gesuchten Job passen – aber Sie sollten sich darin natürlich auch wohlfühlen. Bereiten Sie sich auf mögliche Fragen zu sich selbst vor. Und erkundigen Sie sich noch einmal genau über das Unternehmen und seine Tätigkeiten. Einige Fragen darf ein Unternehmen beim Bewerbungsgespräch in Österreich übrigens nicht stellen.

Das Gesetz verbietet diese Fragen – oder Sie dürfen darauf auch falsch antworten. Dazu gehören:

  • Haben Sie Kinder? Oder wollen Sie bald Kinder bekommen?
  • Sind Sie verheiratet oder alleinstehend? Was ist Ihre sexuelle Orientierung?
  • Was ist Ihre Religion? Was haben Sie für eine politische Meinung?
  • Sind oder waren Sie bei einer Gewerkschaft Mitglied?
  • Haben Sie gefährliche Hobbys (z.B. Klettern oder Motorradfahren)?
  • Haben Sie eine Krankheit? (Diese Frage ist nur dann zulässig, wenn dadurch vielleicht eine gesundheitliche Gefahr für Kollegen oder Kunden besteht.)
  • Haben Sie Schulden? (Die Frage ist nur akzeptabel, wenn Sie zum Beispiel in einer Bank oder als Kassierer arbeiten wollen.)
  • Haben Sie Vorstrafen? (Auch hier gilt: Die Frage ist okay, wenn sie für die Position relevant ist. Ein Berufskraftfahrer darf etwa gefragt werden, ob er im Straßenverkehr Delikte begangen hat.)

Fazit

Sie wollen in Österreich arbeiten, obwohl Sie kein Staatsbürger sind? Hier gibt es letztendlich keine Antwort, die für alle Fälle gilt. Für EU- und EWR-Bürger ist es vergleichsweise leicht, hier zu leben und zu arbeiten. Für Menschen aus anderen Ländern kommt es aber ganz darauf an:

  • Leben Sie schon im Land?
  • In welcher Branche und Position wollen Sie arbeiten?
  • Wie lange?
  • Welche beruflichen Qualifikationen haben Sie?
  • Gibt es Familienangehörige, die den Zuzug ermöglichen?

Klären Sie all diese Fragen und holen Sie sich verlässliche Infos. Dann sehen Sie Ihre Optionen und können planen, welche Voraussetzungen Sie wie erfüllen wollen – und loslegen mit dem Bewerben.

So meistern Sie Ihr Telefoninterview

Ein Telefoninterview ist für Recruiter eine schnelle und kostengünstige Möglichkeit, interessante Bewerber etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Für Sie als Bewerber am anderen Ende der Leitung kann die Situation ganz schön herausfordernd sein. Wir zeigen Ihnen, auf was Sie bei einem Telefoninterview achten müssen, mit welchen Tipps Sie überzeugen und fünf typische Fehler, die Sie unbedingt vermeiden sollten.

Warum Telefoninterview statt Vorstellungsgespräch?

Ein Telefoninterview ist eine wunderbare Möglichkeit, Bewerber schnell, kostengünstig und ohne lange Anfahrtswege näher kennenzulernen. Zumeist ersetzt ein Telefoninterview jedoch kein Vorstellungsgespräch, sondern dient als dessen Vorstufe. Mittels Telefoninterview kann der Recruiter besser einschätzen, welche Kandidaten er tatsächlich zu einem Bewerbungsgespräch einladen möchte.

Wann findet das Telefoninterview statt?

Es kann vorkommen, dass Sie unangekündigt einen Anruf aus der Personalabteilung bekommen, weil der Recruiter einige Fragen zu Ihrem Lebenslauf hat. Dies ist jedoch eher selten der Fall. Normalerweise erhalten Sie per Mail einen Terminvorschlag für das Telefoninterview. So können Sie ganz in Ruhe telefonieren und sich auf das Gespräch vorbereiten.

Wie lange dauert ein Telefoninterview?

Die Dauer eines Telefoninterviews ist höchst unterschiedlich. Von 20 Minuten bis hin zu einer Stunde ist alles möglich. Je länger ein Telefoninterview dauert, desto tiefgehender sind zumeist die Fragen. Haben Sie einen Termin für ein Telefoninterview vereinbart, sollten Sie immer auch fragen, wie lange das Interview in etwa dauern wird. Dies hilft Ihnen bei der Vorbereitung und Einschätzung der Fragen.

Wird man bei einem Telefoninterview angerufen?

Normalerweise gilt: Wer ein Telefoninterview vorschlägt, ruft an. Das bedeutet, dass Sie, wenn nicht explizit anders vereinbart, vom Recruiter angerufen werden.

Telefoninterview: Vorteile und Nachteile

Ein Telefoninterview kostet wenig, erspart Bewerbern lange Anfahrtswege und gibt den Personalern einen ersten Eindruck der Bewerber. Dennoch: Für den Bewerber kann ein Telefoninterview stressiger sein als ein echtes Bewerbungsgespräch, da der Blickkontakt und die nonverbale Kommunikation ausgehebelt werden.

Die perfekte Vorbereitung für das telefonische Interview

Auch wenn Sie vor einem Telefoninterview sehr nervös sind, mit der richtigen Vorbereitung klappt das Gespräch bestimmt. Folgende Tipps sollten Sie beherzigen:

  • Sammeln Sie Informationen über Ihren Gesprächspartner.
  • Üben Sie das Gespräch und spielen Sie die Situation durch.
  • Legen Sie sich Antworten auf die typischen Standardfragen zurecht.
  • Sorgen Sie für einen ruhigen Ort, an dem Sie ungestört telefonieren können.
  • Achten Sie darauf, Empfang zu haben.
  • Stellen Sie ein Glas Wasser bereit.
  • Ziehen Sie sich an, als würde der Personaler Sie tatsächlich sehen. Dies wirkt sich positiv auf Ihre Art zu sprechen aus.

Durch die Stimme überzeugen: das Besondere am Telefoninterview

Das Telefoninterview ist dadurch gekennzeichnet, dass Mimik und Gestik wegfallen. Was bleibt, ist die Stimme. Es ist somit wichtig, dass Sie ruhig und deutlich sprechen. Achten Sie auf eine lebhafte Sprache und vermeiden Sie allzu viele „ääähhhmmms“. Noch ein Tipp: Lächeln Sie während des Gesprächs. Denn auch wenn Ihr Telefonpartner das Lächeln nicht sieht, klingt Ihre Stimme automatisch freundlicher.

Ablauf eines Telefoninterviews

Stellen Sie sich das Telefoninterview ruhig wie ein richtiges Vorstellungsgespräch vor. Ein typischer Ablauf für ein Telefoninterview kann in fünf Phasen aufgeteilt werden.

Begrüßung

Der Personaler wird sich und sein Unternehmen kurz vorstellen. Dann stellen Sie sich vor. Fassen Sie dazu Ihren Lebenslauf prägnant zusammen und heben Sie die Kompetenzen, die für die ausgeschriebene Stelle erforderlich sind, hervor.

Typische Fragen beim Telefoninterview

Es gilt herauszufinden, ob Sie die richtige Wahl für den Posten sind. Deswegen sollten Sie mit typischen Fragen rechnen, die Sie auch in einem normalen Bewerbungsgespräch erwarten. Dazu gehören: Fragen zur Person, zum Lebenslauf, der Motivation, dem bisherigen Job und der Einstellung zum Unternehmen. Aber auch knifflige Fragen wie etwa „Was können Ihre zukünftigen Kollegen von Ihnen lernen?“ oder „Wie würden Sie die ersten drei Monate in Ihrem Job gestalten?“ sollten Sie im Telefoninterview erwarten.

Gegenfragen: Was ist erlaubt?

Natürlich haben Sie auch bei einem Telefoninterview die Möglichkeit Rückfragen zu stellen. Nutzen Sie diese Gelegenheit, denn dies zeugt von Interesse und erweckt einen guten Eindruck. Klopfen Sie die Stellenanzeige auf mögliche Fragen ab, fragen Sie nach Ihren zukünftigen Kollegen und wie das Klima im Unternehmen ist.

Gehaltsdiskussionen am Telefon?

Bei einem Telefoninterview werden auch organisatorische Fragen wie das Eintrittsdatum und das Gehalt angesprochen. Fragt Sie der Personaler nach Ihren Gehaltsvorstellungen, dürfen Sie diese also ruhig nennen. In den meisten Fällen ist das Telefoninterview jedoch nur der erste Schritt, auf den dann ein Face-to-Face-Bewerbungsgespräch folgt. In diesem Fall ist es besser, die Gehaltsverhandlung auf dieses zweite Bewerbungsgespräch zu verlegen. Denn es wäre ja wirklich zu schade, wenn Sie aufgrund der Gehaltsdiskussion zu keinem weiteren Gespräch mehr eingeladen werden würden.

Verabschiedung und wie geht es weiter?

An diesem Punkt wird Ihnen der Personaler erklären, wie das weitere Vorgehen ist, beispielsweise könnten Sie zu einem Bewerbungsgespräch vor Ort eingeladen werden oder in einer Woche einen Rückruf erwarten.

5 typische Fehler im Telefoninterview

Bei aller Aufregung, diese fünf Fehler sollten Sie im Telefoninterview tunlichst vermeiden!

  1. Den Gesprächspartner unterbrechen
    Dem Personaler ins Wort zu fallen ist mehr als unhöflich. Lassen Sie Ihren Gesprächspartner unbedingt ausreden. Das ist – wenn man sehr nervös ist – nicht immer einfach, aber ein absolutes Muss bei einem Telefoninterview.
  2. Das Unternehmen meldet sich nicht
    Nanu? Wo bleibt denn der versprochene Anruf? Wenn Sie einige Zeit gewartet haben, können Sie dem Recruiter eine Mail schreiben oder selbst im Unternehmen anrufen. Vielleicht hat der Recruiter im Stress den Termin vergessen. Rufen Sie unbedingt an oder schreiben Sie eine Mail, denn so zeigen Sie, dass Sie den Termin nicht vergessen haben.
  3. Das Unternehmen ruft zu spät an
    Besser spät als nie – ruft das Unternehmen zu spät an, sollten Sie Verständnis zeigen. Stressige Situationen kennt schließlich jeder. Nun dürfen Sie aber entscheiden, ob Sie das Telefoninterview sofort führen möchten, oder ob Sie lieber einen anderen Termin vereinbaren möchten.
  4. Sie haben das Telefonat vergessen
    Dies ist ein absolutes No-Go. Falls Ihnen dieser Fehler passiert, sind die Chancen auf den Job mehr als gering. Denn den Termin zu vergessen zeugt von Desinteresse gegenüber dem Job und kommt bei Personalern zurecht mehr als schlecht an.
  5. Telefoninterview gemeistert – aber wo bleibt die Rückmeldung?
    Es ist verständlich, dass Sie nach einem Telefoninterview auf eine Rückmeldung warten. Was aber, wenn diese ausbleibt? Sollte der Personaler mit Ihnen vereinbart haben, sich nach einigen Tagen bei Ihnen zu melden, Sie aber nichts von ihm hören, können Sie selbst im Unternehmen anrufen und nachfragen. Seien Sie dabei aber mehr als höflich und machen Sie dem Personaler keinen Vorwurf, dass er sich nicht bei Ihnen gemeldet hat.

So überzeugen Sie den Recruiter: Checkliste zur Vorbereitung

Der Termin für das Interview steht fest? Die Nervosität steigt? Dann hilft Ihnen diese Checkliste dabei, dass Sie nichts vergessen und das Telefoninterview mit Bravour meistern.

  • Unterlagen bereithalten
    Lebenslauf, die ausgedruckte Stellenanzeige, Ihre Notizen zu Standardfragen – legen Sie sich diese Unterlagen bereit, um bei Fragen nicht ins Stocken zu geraten und bei der Selbstpräsentation keinen wichtigen Punkt zu vergessen.
  • Notizen machen
    Gegenfragen zeugen von Interesse. Machen Sie sich deswegen während des Gesprächs Notizen, um zu einem späteren Zeitpunkt bei wichtigen Punkten noch einmal nachhaken zu können.
  • Bewusst kommunizieren
    Achten Sie auf Ihre Sprache. Reden Sie langsam und deutlich und vor allem: Lassen Sie Ihren Gesprächspartner ausreden. Überlegen Sie sich, was Sie sagen möchten und lassen Sie sich nicht überrumpeln. Auch wenn einmal eine Pause entsteht, sollten Sie nicht nervös drauflos quasseln, sondern Ihre Gedanken sammeln und ruhig bleiben.
  • Auf die Körpersprache achten
    Ein Telefoninterview lümmelnd auf der Couch in Jogginghose zu führen ist keine gute Idee. Kleiden Sie sich ordentlich, achten Sie auf eine aufrechte Haltung und vor allem: lächeln Sie. Denn auch wenn Ihr Gesprächspartner all dies nicht sieht, Ihre Stimme transportiert Ihre Haltung. Und genau die ist es, mit der Sie im Endeffekt auch überzeugen.

Lücken im Lebenslauf? So argumentieren Sie richtig

Vielen Bewerbern mit Lücken im Lebenslauf bricht vor einem Bewerbungsgespräch der Angstschweiß aus. Wie soll man das dem Personaler bloß erklären? Doch keine Bange: Wer die richtige Strategie kennt, geht mit Lücken im Lebenslauf souverän um – und überzeugt am Ende auf ganzer Linie.

Wann spricht man von einer Lücke?

Zwischen dem einen und dem anderen Praktikum lag ein Monat ohne Beschäftigung? Und beim Wechsel von der Gastro hin zu einem Verkaufsjob gar zwei Monate? Sind das schon Lücken? In diesem Fall können wir Sie beruhigen: Nein, dies gilt nicht als Lücke im Lebenslauf. Kritisch wird es allerdings, wenn Sie bereits drei oder gar fünf Monate keiner Beschäftigung nachgegangen sind. Dann spricht man tatsächlich von einer Lücke. Viele Betroffene fürchten sich dann zunehmend vor einem Bewerbungsgespräch, da sie nicht wissen, wie sie mit Lücken im Lebenslauf umgehen sollen. Dabei machen sich viele aber ganz umsonst einen Kopf.

Lücken im Lebenslauf sind nicht schlimm

Eine Lücke im Lebenslauf bedeutet nicht das Ende der Welt. Berufswechsel und Neuorientierungen stehen an der Tagesordnung, ebenso nehmen sich viele Menschen eine bewusst gewählte Auszeit. Dies ist eine Entscheidung, die heutzutage von immer mehr Menschen toleriert wird und auch Personaler zeigen sich diesbezüglich offen. Wichtig ist nur, dass Sie beim Bewerbungsgespräch die Lücken im Lebenslauf nicht unkommentiert lassen – denn Personaler haben einen Blick dafür.

Daran erkennen Personaler Lücken im Lebenslauf

Gehen Sie nie davon aus, dass ein Personaler Ihre Lücken im Lebenslauf übersehen könnte. Wie Sie sich vorstellen können, hatten Personaler bereits hunderte Lebensläufe in ihren Händen und einen Blick für Dinge, die Bewerber zu verschleiern versuchen. Auf eine Lücke im Lebenslauf deuten vor allem zwei Dinge hin:

Jahresangaben statt Monatsangaben
Es ist im Lebenslauf üblich, die Arbeitszeiten in Monaten und Jahren anzugeben. Schließlich macht es einen Unterschied, ob Sie von Dezember 2021 bis Jänner 2022 gearbeitet haben oder einfach 2021 bis 2022 angeben. Ein Personaler wird skeptisch werden, wenn er einfach nur Jahreszahlen als Angabe erhält. Schummeln Sie also nicht bei den Zeitangaben und bleiben Sie bei der Wahrheit.

Erfahrungsprofil statt Werdegang
Es gibt noch eine verbreitete Strategie, Lücken im Lebenslauf zu verschleiern. Diese besteht darin, nicht den Werdegang –also seine Arbeitserfahrung chronologisch mit Jahreszahlen versehen –anzugeben, sondern einfach nur beispielsweise vier Jahre Erfahrung als Stationsleiter, drei Jahre im Außendienst etc. anzugeben. Auch hier ist der Personaler auf den ersten Blick gewarnt und wird Sie im Bewerbungsgespräch gewiss darauf ansprechen.

Lücken im Lebenslauf schließen: Tipps und Tricks
Sie sehen also: Personaler lassen sich beim Lebenslauf nicht austricksen. Deswegen tun Sie gut daran, sich für Ihre Lücken im Lebenslauf plausible Begründungen einfallen zu lassen. Dies ist die beste Strategie, gut vorbereitet in das Bewerbungsgespräch zu gehen und trotz Lücken den Traumjob zu ergattern.

Mut zur Lücke: Lücken erklären, die keine sind
Oftmals denken Bewerber irrtümlich, sie hätten eine Lücke im Lebenslauf. Doch dabei gibt es Umstände, die zwar zu einer beruflichen Auszeit führen, jedoch keineswegs als negative Lücke im Lebenslauf gesehen werden. Sie brauchen sich im Bewerbungsgespräch also keine Sorgen zu machen. Zu diesen leicht erklärbaren Lücken zählen:

  • Studienwechsel
    Sie wussten erst beim zweiten Anlauf, welches Studium für Sie das richtige war? Kein Problem, Sie mussten sich eben neu orientieren. Und da es aufgrund bürokratischer Gründe nun mal bis zum folgenden oder auch übernächsten Semester dauern kann, bis man zugelassen wird, kommt es zu einer unverschuldeten Lücke. Am besten reagieren Sie in diesem Fall jedoch, wenn Sie die studienfreie Zeit gleich für ein Praktikum nutzen oder sich sozial engagieren.
  • Pandemie
    Kurzarbeit, Kündigungen, weggefallene Arbeitsplätze. In der Pandemie haben viele ihren Job verloren. Sollten Sie aufgrund von Corona eine Lücke im Lebenslauf erlitten haben, werden Sie bestimmt bei jedem Personaler auf vollstes Verständnis stoßen.
  • Berufseinstieg
    Aller Anfang ist schwer. Das wissen Berufseinsteiger ganz besonders. Es darf nach erfolgreicher Ausbildung schon mal sechs Monate dauern, bis der erste Arbeitstag ansteht. Das verstehen Personaler. Wenn Sie die Zeit für eine Weiterbildung nutzen, ist der Lebenslauf natürlich besonders gut aufpoliert.
  • Krankheit
    Seien Sie ehrlich, wenn Sie aufgrund einer schweren Krankheit zu einer längeren beruflichen Pause gezwungen waren. Wichtig: Signalisieren Sie dem potenziellen Arbeitgeber jedoch unbedingt, dass Sie die Krankheit überstanden haben und wieder voll einsatzfähig sind.
  • Pflege
    Auch die Pflege von Angehörigen sollten Sie nicht verschleiern. Wer sich aufopferungsvoll um seine Liebsten kümmert, leistet einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft. Dies wissen auch Personaler und werden Ihnen die Lücke nachsehen.
  • (Kurze) Arbeitslosigkeit
    Eine Lücke im Lebenslauf ist vor allem dann ein Problem, wenn Sie seitdem keinen neuen Job gefunden haben. Hatten Sie aber in der Vergangenheit eine längere Lücke zwischen zwei Jobs, ist das für Personaler zumeist kein Problem, denn Sie haben ja durch den an die Lücke anschließenden Job bewiesen, dass Sie fit für die Arbeitswelt sind.

Echte Lücken im Lebenslauf erklären

Wie Sie sehen, sind manche Lücken im Lebenslauf kein Problem und einfach erklärt. Es gibt aber auch Lücken, über die nicht so einfach hinweggegangen werden kann. Doch auch für diese können Sie sich eine Strategie zurechtlegen, um den Personaler von sich zu überzeugen.

  • Lücke im Lebenslauf durch Kündigung
    Wenn Sie gekündigt wurden, stellt sich der Personaler natürlich die Frage, wie es zu dieser Kündigung kam, ob Sie die Kündigung verschuldet haben oder einfach Opfer der Umstände geworden sind. Bereiten Sie sich auf das Gespräch gut vor und bleiben Sie stets bei der Wahrheit.
  • Unverschuldet
    Es gibt viele Gründe, unverschuldet gekündigt zu werden. Einsparungen, Stellenstreichungen, Fusionen etc. Geben Sie in diesem Fall bereits im Lebenslauf den Kündigungsgrund an, um den Personaler gar nicht erst auf falsche Gedanken zu bringen.
  • Selbstverschuldet
    Jetzt wird die Sache schon kniffliger. Denn mit Ihren Fehlern sollten Sie nicht hausieren gehen. Am besten erwähnen Sie einfach die Kündigung und sagen nicht mehr dazu, sofern der Personaler nicht direkt fragt. Sollte er aber Genaueres wissen wollen, vermeiden Sie es tunlichst, schlecht über Ihre früheren Kollegen oder Vorgesetzten zu reden. Übernehmen Sie Verantwortung, dies beweist, dass Sie Rückgrat haben.
  • Lücke durch anhaltende Arbeitslosigkeit
    Eine lange Arbeitslosigkeit kann zermürbend sein und die Jobsuche immer stärker erschweren. Allzu oft fallen Langzeitarbeitslose in depressive Verstimmungen und verlieren ihre Motivation. Sollten Sie von einer lang anhaltenden Arbeitslosigkeit betroffen sein, ist es wichtig, dass Sie sich nun aufraffen und sich engagieren – beispielsweise in Hilfsvereinen –, einen Sprachkurs absolvieren oder eine Weiterbildung besuchen. Dies vermindert nicht nur die Lücke im Lebenslauf, sondern stärkt auch Ihre psychische Gesundheit.

Lücken sind nur selten ein Ausschlusskriterium

Mit all diesem Know-how an Ihrer Seite können Sie auch mit Lücken im Lebenslauf unbesorgt zum nächsten Bewerbungsgespräch gehen. Denn Personaler sind schließlich keine Unmenschen und wissen, dass im Leben nicht immer alles reibungslos verläuft. Seien Sie deshalb selbstbewusst und erklären Sie die Umstände, die zu den Lücken im Lebenslauf geführt haben.

Lücken sind ok, Lügen nicht

Es gibt bei Lücken im Lebenslauf einen großen Fehler, den Sie keinesfalls machen dürfen: lügen. Lügen können immer aufgedeckt werden, etwa durch Arbeitszeugnisse oder die Befragung von ehemaligen Kollegen. Auch eine erfundene Weiterbildung wird Sie in Erklärungsnot bringen, wenn der Personaler ein Zertifikat sehen möchte. Deswegen gilt: Lücken im Lebenslauf sind keine Schande und in den wenigsten Fällen ein Grund, den Job nicht zu bekommen, dreiste Lügen jedoch schon.

Bewerben für Quereinsteiger

Gründe für einen Jobwechsel gibt es viele: fehlende Arbeitsplätze, eine lange Karenz, Krankheit oder einfach die unbändige Lust, etwas Neues zu probieren. Wenn auch Sie einen Jobwechsel anstreben, dann erfahren Sie in diesem Artikel, wie Sie sich als Quereinsteiger richtig bewerben und was Ihnen ein Jobwechsel bringt. Zudem erhalten Sie eine praktische Checkliste an die Hand.

Berufliche Neuorientierung: Ihre Möglichkeiten als Quereinsteiger

Nach reiflicher Überlegung sind Sie zu dem Entschluss gekommen, dass Sie sich beruflich neu orientieren möchten? Dann fragen Sie sich bestimmt, welche Möglichkeiten Sie haben. Kurz gesagt: viele! Denn in Österreich stehen Ihnen vielfältige Unterstützungsangebote zur Verfügung, die Sie bei Ihrem Wechsel in einen neuen Beruf auch finanziell unterstützen: So bieten sowohl die Arbeiterkammer als auch das AMS Beratungen an, bei denen Sie sich über Ihre Wünsche und Möglichkeiten im Klaren werden können.

Das AMS fördert zudem Weiterbildungen und Umschulungen finanziell. So können Sie sich in der Übergangszeit auf dem Weg zu Ihrem Traumberuf voll auf Ihre Ausbildung konzentrieren. Sie haben Ihr Ziel vor Augen und auch die finanziellen Aspekte geklärt? Dann müssen Sie aus der Fülle der Weiterbildungsangebote –beispielsweise von WIFI und Bifi – nur noch den für Sie geeigneten Kurs auswählen und schon kann das Abenteuer losgehen.

Die häufigsten Gründe für eine berufliche Veränderung

Es gibt unzählige Gründe, sich beruflich zu verändern. Zu den häufigsten zählen:

  • Unzufriedenheit mit dem Gehalt
  • Unfähigkeit, den alten Beruf ausüben zu können, beispielsweise durch Krankheit
  • Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  • Die ansteigende Digitalisierung
  • Die Frage nach der Sinnhaftigkeit des bisher ausgeübten Berufs

Darf ich alle Berufe als Quereinsteiger ausüben?

Auch wenn mittlerweile immer mehr Menschen als Quereinsteiger einen Job finden, dürfen nicht alle Berufe ohne die entsprechende Ausbildung ausgeübt werden. Denn es gibt geschützte Berufsbezeichnungen, beispielsweise Meister und Geselle in Handwerksberufen. Und auch in den OP-Saal darf niemand mal einfach so schnell ohne die entsprechende Ausbildung. Deswegen müssen Sie sich die Frage stellen: Möchte ich noch einmal von ganz vorne beginnen und vielleicht sogar ein Studium beginnen? Bedenken Sie aber, dass dies mit jahrelanger Arbeit verbunden ist. Es gibt aber auch nicht geschützte Berufe, in die Sie problemlos mit einer kürzeren Aus- oder Weiterbildung einsteigen können.

Die besten Branchen und Jobs für Quereinsteiger

Wenn Sie sich dazu entschließen, als Quereinsteiger einen Job zu finden, dann doch bestimmt in einer Branche, die zukunftsträchtig ist. Deswegen ist es vor dem Wechsel wichtig, dass Sie die aktuelle Situation am Arbeitsmarkt genau unter die Lupe nehmen. Prinzipiell gilt: Je mehr persönliche und soziale Fähigkeiten in einer Branche gefragt sind, desto eher gelingt der Quereinstieg.

Die folgenden Branchen sind für Quereinsteiger besonders interessant:

Medienbranche
Durch viele neue Aufgabenfelder wie Social Media und Co. sind auch etliche neue Ideen gefragt. Quereinsteiger haben somit gute Chancen, ein Grundwissen in Marketing ist jedoch von Vorteil.

Gastronomie und Hotellerie
Ein Einstieg in die Gastro funktioniert rasch, unkompliziert und bedarf oftmals keiner Ausbildung. Perfekt, wenn man auf die Schnelle umsatteln möchte.

Personalwesen und Administration
In diesen Bereichen funktioniert ein Branchenwechsel rasch und unkompliziert, da die Tätigkeit nicht an die Branche gekettet ist. Allerdings sollten Sie hier Vorwissen bzw. eine Ausbildung mitbringen.

Altenpflege und Krankenpflege
In der Pflege herrscht großer Bedarf nach Arbeitskräften. Deswegen sind Quereinsteiger nach Absolvierung einer Ausbildung gern gesehen.

Einzelhandel und Verkauf
Als Verkaufshilfe gelingt ein rascher Aufstieg – und ein Hocharbeiten zum Filialleiter ist kein Ding der Unmöglichkeit. Doch auch Makler ist ein beliebter Job.

Bereiche, in denen akuter Fachkräftemangel herrscht
In vielen Branchen herrscht ein eklatanter Mangel an Fachkräften. Zum Beispiel mangelt es an Laboranten, Technikern, Menschen mit IT-Kenntnissen usw. Wenn Sie bereits Kenntnisse in solchen Bereichen erworben haben, haben Sie gute Chancen, nach einer kurzen Umschulung in einem dieser Bereiche eine Anstellung zu finden.

Berater & Coach
Sie kennen sich in Ihrem Metier aus und möchten Ihre Fähigkeiten weitergeben? Dann können Sie Ihre Kenntnisse auch als Unternehmensberater nutzen. Im privaten Bereich können Sie als Lebensberater eine neue Karriere beginnen.

Quereinstieg mit einer Selbstständigkeit

Viele Menschen hegen den Traum, selbstständig zu arbeiten. Doch der Umstieg will gut geplant sein. Deswegen beginnen viele damit, ihre selbstständige Tätigkeit neben dem Beruf auszuüben. Eine gute Idee, da Sie so langsam und ohne finanziellen Druck den Weg in die Selbstständigkeit beschreiten können. Viele hegen den Traum vom eigenen Lokal oder sind inspiriert von der Möglichkeit, ortsunabhängig zu arbeiten.

Bereiche, in denen Sie sich als Quereinsteiger selbstständig machen können, gibt es viele. Gute Einstiege sind Webdesign, Grafik, Texten, Übersetzen oder die Eventplanung. Wichtig ist, dass Sie mit vollem Herzen hinter Ihrem Projekt stehen, denn nur so wird Sie die Arbeit als Selbstständiger erfüllen.

Lohnt sich der Quereinstieg und was verdiene ich?

Diese Frage kann nicht pauschal beantwortet werden. Ein Jobwechsel lohnt sich jedenfalls, wenn Sie in Ihrem neuen Job glücklicher und zufriedener sind. Oft geht ein Jobwechsel aber mit einem besseren Gehalt einher, da wohl niemand auf die Schnelle und ohne fundierten Plan seine Arbeit wechseln wird. Dennoch sollten Sie bedenken, dass Kollegen mit einer einschlägigen Ausbildung oft um etwa zehn Prozent mehr Gehalt verdienen als Sie als Quereinsteiger. Wer seine Karriere aber gut plant, ein Auge darauf hat, welche Branchen zukunftsweisend sind und zur rechten Zeit umsattelt, hat gute Chancen auf einen besseren Verdienst.

Checkliste zum Quereinstieg: Diese Fragen sollten Sie sich vor einer beruflichen Neuorientierung stellen

Ein Quereinstieg sollte keinesfalls überhastet erfolgen. Deswegen geben wir Ihnen hier eine praktische Checkliste mit auf den Weg, mit der Sie gewiss sein können, nichts zu vergessen:

  • Bin ich mir sicher, dass ich einen Neuanfang wagen möchte? Kann ich gewichtige Gründe anführen? Worin liegt meine Motivation
  • Kenne ich die zuständigen Stellen für Beratung und finanzielle Unterstützung?
  • Bin ich über die zukunftsträchtigen Branchen informiert?
  • Wie viel Zeit möchte ich in meine Weiterbildung investieren?
  • Kenne ich den für mich richtigen Kurs?
  • Sind meine Bewerbungsunterlagen auf dem neuesten Stand?
  • Kann ich beim Bewerbungsgespräch begründen, wieso ein Wechsel die richtige Entscheidung ist?
  • Kann ich meine Talente, persönlichen und sozialen Fähigkeiten gewinnbringend ins Spiel bringen?
  • Bin ich dazu bereit, mich auch nach dem Jobwechsel weiterzubilden, um so meine Aufstiegschancen zu erhöhen?

Fazit: Lassen Sie sich Ihre Chance nicht entgehen

Immer mehr Menschen finden einen Job als Quereinsteiger – und sind damit glücklich. Wenn auch Sie den Traum nach einem gut bezahlten oder kreativen Job als Quereinsteiger haben, sollten Sie mutig erste Schritte wagen. Sie werden sehen: Mit gutem Willen und mit unserer Checkliste werden bestimmt auch Sie als Quereinsteiger einen Job finden.

Wie Sie Langzeitarbeitslosigkeit vermeiden

Langzeitarbeitslosigkeit – ein Schreckenswort für jeden Arbeitnehmer, denn je länger jemand arbeitslos ist, desto schwieriger wird es mit der Jobsuche. Doch es ist bekanntlich die Hoffnung, die zuletzt stirbt. Und so gibt es auch für Langzeitarbeitslose Wege zurück ins Berufsleben.

Was ist Langzeitarbeitslosigkeit?

Von einer Langzeitarbeitslosigkeit spricht man dann, wenn die letzte durchgehende Beschäftigung oder Schulung ein Jahr oder länger zurückliegen. Tritt dies ein, sinken die Chancen zurück ins Berufsleben zu finden massiv. Arbeitgeber schrecken oft davor zurück, jemandem, der so lange ohne Beschäftigung war, eine Chance zu geben.

In Österreich ist auch das Konzept der Langzeitbeschäftigungslosigkeit bekannt: Dieses besagt, dass zwar mehr als ein Jahr keine Beschäftigung vorlag, jedoch eine Schulung oder Weiterbildung absolviert wurde oder einer zumindest zweimonatigen Beschäftigung nachgegangen wurde.

Wer ist von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen?

Früher waren zumeist Männer über 55 Jahren mit einem Pflichtschulabschluss langzeitarbeitslos. Ebenso war die Gruppe der unter 25-Jährigen verstärkt betroffen. Doch die Corona-Pandemie hat hier ordentlich durchgemischt und es musste in Österreich im März 2021 ein sprunghafter Anstieg der Langzeitarbeitslosigkeit bei der Gruppe der 25-44-Jährigen festgestellt werden.

Langzeitarbeitslosigkeit in Österreich

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen in Österreich steigt stetig und nahm in der Pandemie noch mehr zu. Seit 2008 hat sich die Zahl verzehnfacht, doch es ist aktuell wieder eine Verbesserung bemerkbar. Zum Zeitpunkt Oktober 2021 gab es in Österreich etwa 115.000 Langzeitbeschäftigungslose und 65.000 Langzeitarbeitslose. Laut den Zahlen des AMS ist dies eindeutig eine Besserung: Immerhin waren im März 2021 noch 97.000 Personen als langzeitarbeitslos gemeldet. Ein trauriger Höchststand in Österreich.

Wie kommt es zu Langzeitarbeitslosigkeit?

Langzeitarbeitslosigkeit ist häufig mit Scham behaftet. Doch dies ist falsch. Denn es gibt viele Gründe, wieso ein Mensch in die Langzeitarbeitslosigkeit schlittert. Selten ist dabei nur ein Umstand für die Langzeitarbeitslosigkeit verantwortlich, zumeist spielen viele Faktoren zusammen.

Gründe für die Langzeitarbeitslosigkeit

Als Hauptgrund für die Langzeitarbeitslosigkeit ist das Alter der Betroffenen zu nennen. Je älter jemand wird, desto schwerer hat er es auf dem Arbeitsmarkt. Da hilft es auch wenig, wenn man 20 Jahre durchgehend und verlässlich für ein Unternehmen gearbeitet hat – ab einem bestimmten Alter wird es in manchen Branchen einfach schwer, einen neuen Job zu finden. Doch auch gesellschaftliche Krisen wie die Wirtschaftskrise oder ganz aktuell die Corona-Pandemie sind ausschlaggebend für eine erhöhte Langzeitarbeitslosigkeit. Sie sehen: Im Grunde kann jeder in die Langzeitarbeitslosigkeit schlittern.

Auf langer Arbeitssuche wegen Erkrankung

Gesundheitliche Probleme sind ebenfalls ein häufiger Grund für eine Langzeitarbeitslosigkeit. Ganze 54 % der arbeitslosen Personen mit gesundheitlichen Problemen rutschen in die Langzeitarbeitslosigkeit. Die Situation ist verständlicherweise eine doppelt prekäre: Zuerst verlieren die Menschen ihren Job aufgrund einer Erkrankung – und dann stehen sie vor dem Dilemma, dass sie mit besagter Erkrankung erst recht nicht neu eingestellt werden.

In vielen Fällen wäre eine Umschulung nötig, um sich gänzlich neu zu orientieren und körperliche Gebrechen auszugleichen. Ebenfalls hilfreich wären verringerte Arbeitszeiten, damit sich der Körper langsam wieder an die Belastung herantasten kann. Doch viele Arbeitgeber schrecken davor zurück und die Erkrankten bleiben arbeitslos.

Probleme bei der Jobsuche

Sind Sie langzeitarbeitslos, treffen Sie bei der Jobsuche auf etliche Probleme:

  • Sie müssen lange Lücken im Lebenslauf erklären
  • Sie sind nicht mehr auf dem neuesten Stand der Technik
  • Sie haben kein Netzwerk, auf das Sie zurückgreifen können
  • Ihre Ausbildung entspricht nicht mehr dem aktuellsten Stand
  • Sie sind unsicher im Auftreten – Langzeitarbeitslosigkeit ist immer auch mit Scham behaftet

Was macht Langzeitarbeitslosigkeit mit mir?

Keine Arbeit zu haben, ist kein Zuckerschlecken. Sind Sie arbeitslos, plagen Sie nicht nur Geldsorgen – auch die Psyche leidet unter der belastenden Situation. Studien zeigen, dass Langzeitarbeitslose weniger umgänglich sind, weniger Lust haben, einer Arbeit nachzugehen und nicht mehr offen für neue Erfahrungen sind. Schlechte Voraussetzungen für einen neuen Job. Deswegen ist es wichtig, dass Sie trotz der belastenden Situation nicht den Mut verlieren und positiv in die Zukunft blicken.

Wie Langzeitarbeitslose den Sprung ins Erwerbsleben schaffen – die besten Tipps

Bleiben Sie hoffnungsvoll – es gibt Wege zurück ins Erwerbsleben. Diese werden allerdings nicht auf dem silbernen Tablett serviert, sondern erfordern Einsatz von Ihnen. Da Langzeitarbeitslosigkeit oft auf die Psyche drückt, ist es besonders schwer, sich aufzuraffen und Schritte zu setzten. Doch Sie werden sehen: Wenn Sie es wagen, rückt der nächste Job in greifbare Nähe. Wir haben einige der wichtigsten Punkte dafür für Sie zusammengefasst.

Netzwerken

Beginnen Sie damit, Kontakte zu knüpfen. Nutzen Sie dafür Plattformen wie Xing oder LinkedIn oder besuchen Sie Jobmessen. Hier können Sie sich den Arbeitgebern direkt vorstellen und mit einem guten Eindruck punkten.

Weiterbildung

Von langer Arbeitslosigkeit sind häufig schlechter gebildete Personen betroffen. Nutzen Sie die Zeit Ihrer Beschäftigungslosigkeit und besuchen Sie eine Umschulung oder bilden Sie sich in Ihrem Bereich weiter. So können Sie in Ihrem Lebenslauf mit Arbeitserfahrung und Ausbildung punkten – ein Vorteil, den jüngere Bewerber oftmals nicht haben. Weiterbildungen werden zumeist vom AMS angeboten, für viele Weiterbildungen von anderen Anbietern erhalten Sie eine staatliche Unterstützung.

Ehrenamt

Nichts ist schlechter für die Psyche als alleine zu Hause zu sitzen. Nutzen Sie Ihre Zeit und helfen Sie anderen. Am Ende helfen Sie damit auch sich selbst, denn Ihr Lebenslauf ist so nicht von einer langen Zeit des Nichtstuns überschattet und Sie zeigen Verantwortung. Eine Eigenschaft, die viele Personaler zu schätzen wissen.

Fazit: Selbstbewusst bleiben – auch wenn es schwerfällt

Auch wenn es schwer scheinen mag, bleiben Sie selbstbewusst. Es gibt schließlich viele Gründe, in die Arbeitslosigkeit zu geraten, doch Sie müssen sich dafür nicht schämen. Scham bewirkt nur, dass Sie bei einem Bewerbungsgespräch unsicher auftreten und sich selbst schlecht repräsentieren.

Vergessen Sie nicht: Sie haben eine Berufserfahrung und Ausbildung vorzuweisen – Tatsachen, die auch nach mehreren Jahren Arbeitslosigkeit nicht vom Tisch zu wischen sind. Konzentrieren Sie sich also auf Ihre positiven Eigenschaften und betonen Sie, welchen Benefit Sie für das Unternehmen bringen. Mit dieser Einstellung kann ein Bewerbungsgespräch auch nach langer Arbeitslosigkeit von Erfolg gekrönt sein.

Der richtige Umgang mit Hobbys im Lebenslauf

Lesen, lange Strandspaziergänge oder doch eher Fallschirmspringen? Mit gewissen Hobbys können Sie Ihren Lebenslauf aufpeppen, andere hingegen sollten Sie besser nicht an die große Glocke hängen. Wir erklären, worauf Sie achten müssen.

Hobbys im Lebenslauf: die Grundregeln

Im ersten Moment denken Sie vielleicht, dass Ihre Hobbys und der Lebenslauf, mit dem Sie sich für einen Job bewerben, nicht viel gemein haben. In der Tat nehmen auch nicht alle Menschen ihre Hobbys in den Lebenslauf auf. Doch bedenken Sie: Nennen Sie Hobbys im Lebenslauf, sagt das eine Menge über Ihre Persönlichkeit aus. Tatsächlich sind die meisten Arbeitgeber daran interessiert, wie Sie als Mensch sind. Geben Sie Hobbys im Lebenslauf an, erhält der Arbeitgeber schon beim Bewerbungsgespräch einen tieferen Eindruck von Ihnen – und findet vielleicht genau deswegen, dass Sie die perfekte Wahl für den Job sind. Führen Sie aber nicht zu viele Hobbys an. Am besten konzentrieren Sie sich auf drei Hobbys und spezifizieren diese. Anstatt nur Lesen anzugeben, schreiben Sie also lieber Sie lesen besonders gerne Biografien berühmter Frauen.

Die richtige Schreibweise: Hobbys oder Hobbies?

Bevor Sie daran gehen, Ihrem zukünftigen Arbeitgeber zu vermitteln, dass Sie ein wahrer Meisterkoch sind oder sich wie wild auf der Yogamatte verrenken können, sollten wir die Frage klären, wie der korrekte Plural von Hobby lautet. Im Deutschen korrekt ist: Hobbys. Die Verwirrung bei der Schreibweise kommt deswegen zustande, da im Englischen in der Tat Hobbies die richtige Schreibweise ist. Auch bei der Groß- und Kleinschreibung ist die Frage schnell geklärt: Hobbys wird immer großgeschrieben.

Diese Hobbys kommen im Lebenslauf gut an

Nicht jedes Hobby sollte Eingang in Ihren Lebenslauf finden. Bewerben Sie sich beispielsweise für einen Job in der Buchhaltung, kommt es nicht gut an, wenn Sie Bungee-Jumping als Ihr größtes Hobby nennen. Es könnte nämlich bei den Personalern den Eindruck erwecken, dass Ihnen der angebotene Job bald langweilig werden könnte. Deswegen ist es wichtig, die richtigen Hobbys zu nennen. Jedes Hobby kann dabei einem bestimmten Aspekt zugeordnet werden.

Künstlerisch und kreativ

Kochen, malen, musizieren oder fotografieren sind bestens dazu geeignet, im Lebenslauf genannt zu werden. Sie alle zeugen von einer großen Kreativität, die sich auch im Job von Vorteil erweisen wird. Ebenfalls verraten sie ein gutes Auge und einen Blick fürs Detail. Wer gerne kocht, ist zudem zumeist sehr gesellig.

Teamplayer und loyal

Sie mögen Mannschaftssport wie Fußball? Oder gehen in Ihrer Freizeit gar einem Ehrenamt nach? Super, denn solche Hobbys sind für den Arbeitgeber ein deutlicher Hinweis darauf, dass Sie verlässlich und loyal sind und Verantwortung übernehmen.

Ehrgeizig und wettbewerbsstark

Einen Marathon durchzustehen erfordert Ehrgeiz, Ausdauer und gute Planung. Doch auch das Erlernen eines Musikinstruments kann von Ihrem Ehrgeiz zeugen, ebenso Schachspielen oder Tanzen. All dies sind kompetitive Hobbys, die Sie wunderbar in Ihren Lebenslauf integrieren können.

Interkulturell und mobil

Sie mögen Sprachen? Wunderbar! Ein Hobby, das sich im Lebenslauf garantiert besonders gut macht. Denn wer mehr Sprachen spricht, hat in der Berufswelt immer einen Vorteil. Ebenso ist das Lesen von Sachbüchern ein Hobby, das stets im Lebenslauf genannt werden kann.

Beständig und zuverlässig

Kein Arbeitgeber möchte flatterhafte Angestellte. Wenn Sie vermitteln möchten, dass auf Sie Verlass ist, dann nennen Sie doch Gärtnern als Hobby. Wer sich um Pflanzen kümmert, ist bestimmt auch im Job ein Fels in der Brandung. Ebenso gut: Yoga und Meditation, da beides hilft, Stress zu reduzieren.

Punkten mit Bezug zum Job

Als allgemeine Faustregel gilt: Je mehr Bezug Ihr Hobby zu Ihrem Job hat, desto stärker profitierten Sie davon, wenn Sie es im Lebenslauf angeben. Für einen Bibliothekar ist Lesen natürlich ein hervorragendes Hobby. Oder Sie bewerben sich für eine Stelle in einer Redaktion und betreiben privat einen Blog? Super, dann sollten Sie das Hobby unbedingt im Lebenslauf nennen.

Rechnen Sie mit Rückfragen beim Vorstellungsgespräch

Bereiten Sie sich auf ein Vorstellungsgespräch gründlich vor. Das bedeutet auch, dass Sie mit Rückfragen zu Ihren Hobbys rechnen müssen. Je ungewöhnlicher Ihr Hobby ist, desto eher sollten Sie damit rechnen. Aber auch sehr verbreitete Hobbys wie kochen oder lesen führen häufig zu Fragen – beispielsweise könnte der Personaler wissen wollen, welches Buch Sie gerade lesen oder welche raffinierten Gerichte Sie besonders gerne zubereiten. Vielleicht finden Sie ja eine Gemeinsamkeit, das reduziert gleich die Nervosität und schafft Vertrauen.

Bleiben Sie bei der Wahrheit

Die Rückfragen beim Vorstellungsgespräch leiten uns sogleich direkt zum nächsten Punkt über: Bleiben Sie stets bei der Wahrheit und lügen Sie nie über Ihre Hobbys. Wenn Sie angeben, gerne zu lesen und dann im Vorstellungsgespräch mit einer spezifischen Frage zur Literatur überrumpelt werden, die Sie nicht beantworten können, macht das keinen guten Eindruck. Erfinden Sie also keine Hobbys, nur weil Sie im Lebenslauf Eindruck schinden möchten.

Viel Berufserfahrung, viele Hobbys

Es empfiehlt sich, nicht allzu viele Hobbys zu nennen. Denn diese könnten schlimmstenfalls von der Berufserfahrung ablenken. Besser ist es, wenn Sie sich auf das Wesentliche konzentrieren – in diesem Fall punkten Sie mit Ihrer Berufserfahrung besser als mit Hobbys.

Wenig Berufserfahrung, viele Hobbys

Sie haben wenig Berufserfahrung? Keine Bange, in diesem Fall helfen Hobbys dabei, den Lebenslauf aufzupeppen. Gehen Sie ruhig verstärkt auf genau jene Hobbys ein, die in Zusammenhang mit dem Job stehen, um den Arbeitgeber so von Ihrer Kompetenz zu überzeugen.

Diese Hobbys gehören nicht in den Lebenslauf

Seien Sie achtsam mit adrenalinbehafteten Hobbys wie Klettern, Bungee Jumpen oder Tauchen – diese könnten den Eindruck erwecken, ein Bürojob wäre nicht das richtige für Sie und Sie könnten rasch kündigen. Ebenso sind Hobbys wie Chillen, Computerspielen oder Kartenspielen nicht optimal für den Lebenslauf, da ihnen ein negatives Image anhaftet.

Fazit: Darauf kommt es bei Hobbys im Lebenslauf an

Zusammenfassend kann festgehalten werden: Je weniger Berufserfahrung Sie haben, desto mehr profitieren Sie von der Angabe Ihrer Hobbys. Beschränken Sie sich dabei auf Hobbys, die in Zusammenhang mit dem Beruf stehen, nennen Sie nicht mehr als drei Hobbys auf einmal und spezifizieren Sie diese. Damit können Sie Ihrem Arbeitgeber einen guten Eindruck Ihrer Persönlichkeit vermitteln und hervorheben, wieso genau Sie die beste Wahl für den Job sind.

Bewerben mit Berufserfahrung: So gelingt die Jobsuche mit 50plus

Jobsuche ist nicht nur für die jüngeren Generationen ein Thema – durch Insolvenz, Stellenabbau oder andere Gründe können Sie auch ab 50 wieder vor der Herausforderung stehen, sich für Stellen zu bewerben. Wir zeigen Ihnen, wie Sie als berufserfahrener Jobkandidat mit Vorurteilen umgehen und treffsichere Bewerbungen formulieren.

Die Generation 50plus möchte arbeiten

Egal, ob Sie unfreiwillig Ihre Stelle verloren haben, oder sich endlich dazu entschlossen haben, die Karriere zu wechseln – der Jobwechsel mit 50, 60 oder auch im Rentenalter ist durchaus möglich. Die meisten der Generation 50plus sind mit einer Arbeitsmoral aufgewachsen, die sie zu fleißigen, verlässlichen Arbeitskräften gemacht hat. Arbeitgeber dürfen auch nicht vergessen, dass Menschen heutzutage eine höhere Lebenserwartung haben und bis ins hohe Alter leistungsfähig und motiviert bleiben.

Vorurteile, Probleme & Co

In Österreich und Deutschland existieren Gleichbehandlungsgesetze gegen die Diskriminierung von Jobkandidaten aufgrund von Alter, Geschlecht, Herkunft etc. Dennoch halten sich bei Personalern oder Führungskräften hartnäckige Vorurteile, ob bewusst oder unbewusst.

Häufigste Vorurteile gegen Bewerber ab 50

Um Klischees gegen Bewerber ab 50 auszuhebeln, sollten Sie diese zuerst kennen:

  • Berufserfahrene Bewerber sind teuer: Menschen mit hoher Fachkompetenz und vielen Jahren Erfahrung verlange höhere Gehälter als Jobanfänger.
  • Keine Zukunftsaussichten: Lohnt sich die Investition in jemanden, der in wenigen Jahren in Pension gehen wird?
  • Golden Ager sind krankheitsanfällig: Ab einem gewissen Alter häufen sich die Gesundheitsprobleme und Ausfälle.
  • Wenig Lernbereitschaft: Menschen ab 50 wird vorgeworfen, dass sie nicht am aktuellen Stand von Technologie oder Fachwissen sind und auch zu wenig flexibel, um neue Fähigkeiten zu erlernen.
  • Motivation und Leistung nehmen ab: Nach vielen Jahren im Beruf fehlt die Energie für Höchstleistungen oder der Wille, sich in ein neues Team zu integrieren.

Echte Hindernisse bei der Jobsuche als Best Ager

Neben solchen Verallgemeinerungen der Generation 50plus gibt es leider auch reale Hürden, wenn Sie nach einer langen Zeit im gleichen Beruf wieder Bewerber sind.

Innerhalb der letzten 20 Jahre hat sich am Jobmarkt viel verändert: Stellenanzeigen sind vorwiegend auf Online Jobbörsen, auf sozialen oder beruflichen Netzwerken zu finden. Der Bewerbungsprozess ist digitaler, aber auch persönlicher geworden. Bei großen Firmen müssen Sie als Bewerber oft ausführliche Web-Formulare ausfüllen und erste Gespräche erfolgen per Videochat. Erfolgreiche Kandidaten haben heute professionell gestaltete Unterlagen oder eigene Webseiten und wissen genau, wie sie ihre eigene „Marke“ verkaufen.

Stichwort „Erfahrung“: Der unbestreitbare Vorteil der Gold Agers

Bei all diesen Vorurteilen und Hindernissen ist es kein Wunder, wenn manche sich überfordert fühlen oder bereits aufgeben, bevor sie sich überhaupt beworben haben. Und genau hier liegt der Fehler: Denn als berufserfahrener Bewerber haben Sie ebenso einige Vorteile, über die jüngere Generationen noch nicht verfügen. Wenn Sie diese ins richtige Licht rücken und als Argumente gegen gängige Klischees präsentieren, haben sie am Jobmarkt mindestens genauso gute Chancen.

Die wichtigsten Vorteile und Argumente für Bewerber der Generation 50+

  1. Erfahrung

Im Gegensatz zu Berufsanfängern haben Sie langjährige fachliche Erfahrung und kennen die Aufs und Abs der Branche. Dadurch sind Sie routinierter beim Arbeiten, erkennen Probleme schneller und haben auch soziale Kompetenz bzw. Menschenkenntnis entwickelt.

  1. Verantwortungsbewusstsein

Mit Erfahrung kommen Selbstsicherheit und die Fähigkeit, sich auf die wichtigen Dinge zu konzentrieren – dadurch sind Sie effizient, können mehr Verantwortung übernehmen und jüngere Kollegen anleiten.

  1. Stressresistenz

Mit den Jahren wird man emotional stabiler und behält in Stresssituationen einen kühlen Kopf.

  1. Konzentration und klare Ziele

Das Privatleben hat sich ab 50 meist gesetzt – die Kinder sind erwachsen, Hausbau, Umzug oder Eheschließung keine Themen mehr. Dadurch sind Sie offen und motiviert für neue Herausforderungen und wissen genau, was Sie wollen.

  1. Loyalität

Sie möchten sich in Ihrer zukünftigen Arbeitsumgebung wohlfühlen und dann auch nicht mehr den Job wechseln. Dadurch sind Sie ein verlässlicher, langfristiger Mitarbeiter.

Typische Fehler in der Bewerbung

Es gibt Bewerbungsfehler, die Personaler bei der Golden Ager Generation häufiger antreffen und die Sie besonders vermeiden sollten.

Dazu gehören sehr ausführliche und überlange Lebensläufe, nicht mehr zeitgemäße Bewerbungsunterlagen oder unrealistische Erwartungen bezüglich Gehalt und Co. Im Anschreiben und im Bewerbungsgespräch sollten Sie vermeiden, nur über Fachqualifikationen zu reden oder sich im Vorhinein für Ihre Situation zu rechtfertigen. Unterstreichen Sie stattdessen Ihre persönlichen Kompetenzen und die Motivation, genau für diese Firma zu arbeiten.

Bewerbung 50+ – Wie bewerbe ich mich am besten?

Es mag zwar lästig sein, dass die Jobsuche heute hauptsächlich digital abgewickelt wird – auf der anderen Seite haben Sie den Vorteil, dass das Internet zahlreiche Tipps und Vorlagen für Sie bereithält. Wenn Sie sich daran orientieren und inhaltlich bei Ihren Stärken bleiben, wird der Bewerbungsprozess um vieles einfacher.

Grundsätzlich besteht die digitale Bewerbung aus Anschreiben, tabellarischem Lebenslauf und Arbeitszeugnissen, in dieser Reihenfolge zusammengefasst in einem PDF.

Anschreiben bei der Bewerbung 50plus

Formal sollte das Bewerbungsanschreiben übersichtlich in Absätze gegliedert und nicht zu lang sein. Lesen Sie die Stellenanzeige genau und filtern Sie danach besonders erwähnenswerte Karrieren-Meilensteine und Fähigkeiten. Gehen Sie auch auf Punkte ein, die zeigen, dass Sie lernbereit und nicht „von gestern“ sind: Weiterbildungen der letzten Jahre, digitale Fähigkeiten, Flexibilität bezüglich Arbeitszeiten etc.

Gute vs. Schlechte Formulierungen in der Bewerbung

  • Alter und Erfahrung

Gut: Sie besitzen ein „breit gefächertes Fachwissen“, „ein gutes Kontaktnetz“ und haben „vieljährige Erfahrung“.

Schlecht: „30 Jahre Berufserfahrung“, „Mit meinen 55 Jahren …“ – Verzichten Sie auf große Zahlen und genaue Altersangaben.

  • Positiv und bestimmt in die Zukunft

Gut: „Gerne unterstütze ich Sie bei zukünftigen Projekten“ und „Mit meiner Erfahrung in der Führung eines großen Teams kann ich …“.

Schlecht: Rückschauen wie „Ich blicke zurück auf …“ oder „Zum Ende meiner beruflichen Laufbahn“.

  • Selbstsicherheit und Flexibilität

Gut: „Durch meine Weiterbildung beherrsche ich“ oder „Gerne arbeite ich im Team an neuen Herausforderungen …“

Schlecht: Rechtfertigungen wie „noch einmal durchstarten“ oder „Da ich lernfähig bin, glaube ich …“

Bewerbung ältere Arbeitnehmer – der Lebenslauf

Der Lebenslauf sollte durch eine klare Struktur und ansprechende, moderne Gestaltung überzeugen. Achten Sie auch auf ein aktuelles und professionelles Foto.

Die beruflichen Stationen werden beginnend mit der zuletzt ausgeführten Tätigkeit aufgezählt, vor allem Ihre drei jüngsten Positionen sollten Sie inklusive Aufgaben und Verantwortlichkeiten kurz darstellen. Halten Sie sich bei den restlichen Punkten kurz, damit der Lebenslauf insgesamt nicht zu lang und unübersichtlich wird. Aber Achtung: Ihr Lebenslauf sollte dennoch vollständig sein und keine auffällig langen Lücken beinhalten – auch Weiterbildungen, Karenzen etc. werden erwähnt.

Beim Punkt Ausbildung ist der höchste akademische oder berufliche Abschluss relevant. Insgesamt sollte in Ihrer Vita ein roter Faden in Ihrer bisherigen Laufbahn erkennbar sein.

Bewerbung ab 50: Welche Zeugnisse?

Die Beilage von Zeugnissen wird meistens verlangt, besonders relevant sind hier Arbeitszeugnisse vergangener Arbeitgeber. Suchen Sie bis zu drei aus, die Ihre Qualifikationen gut widerspiegeln. Auch ein Abschlusszeugnis der höchsten Ausbildung wird beigelegt, verzichten Sie jedoch auf Schulzeugnisse. Interessant sind außerdem Zertifikate zusätzlicher Qualifikationen und Fortbildungen, wenn diese nicht zu lang her sind.

Schauen Sie zur weiteren Unterstützung gerne in unsere Bewerbungstipps und Lebenslaufvorlagen inkl. Ausfüllhilfe.

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